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Volltext: Venedig zeigt Glas aus Murano

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Gruppe I. Section II. Eisenliüttenwesen. 
des ausgezeichneten Spiegeleisens aus den Hütten des Siegener Lan 
des und der Mühlhofer-Hütte am Rhein. 
Auch aus Oesterreich werden hervorragende Producte des Hoch 
ofenbetriebs vorgeführt, so namentlich das halbirte und weisse Roheisen, 
sowie graues Bessemerroheisen der Hüttenberger-Eisenwerks- 
gesellsehaft inKlagenfurt, das lediglich aus Frischschlacke dargestellte 
Roheisen von Baron von Silbernagel zu Waidich, das Holzkohlen 
roheisen der Innernberger Hauptgewerkschaft von Hieflau und 
Eisenerz und das tiefgraue, zum Bessemerstahl besonders geeignete 
Koksroheisen derselben Gesellschaft von Schwechat, das manganhaltige- 
Spiegeleisen der Krain’schen Industriegesellschaft u. a. m. 
Aus Ungarn sind besonders interessant die Bruchproben von 
We'isseisen, welches die k. k. priv. österreichische Staatseisen 
bahngesellschaft zu Anina aus geröstetem' Manganeisenerz- von 
der Grube Tilfa pobulni zu Oelenyst erbläst. 
In der französischen Ausstellung zeichnen sich besonders die 
Bruchproben von Roheisen der grossartigen Werke von Schneid er & Co. 
zu Creuzot in allen Nüaneen vom tiefgrauen bis zum weisskörni 
gen und Spiegeleisen aus, von Iiarel & Co. zu Givers und Vienne 
durch vorzügliches Spiegeleisen,, von Marquise (Pas de Calais). 
Aus Italien, bleiben zu erwähnen die Spiegeleisenproben von 
Ritter Andreas Gregorini zu Lovere, Johann Damioli zu 
Pisogne,. Calino Ragazzoni & Co., zu Brescia. 
Auch von den russischen Hüttenwerken,, namentlich denen des 
Staats und des Fürsten Paul Demidoff, sowie von Nicolas Pu- 
tiloff sind Roheisenproben, auch von Spiegeleisen in schöner Qualität 
ausgestellt. 
Die Producte der belgischen Eisenindustrie sind sämmtlich der 
Gruppe VII. eingereiht, wobei nur vereinzelt Roheisenproben erscheinen, 
indem man mehr darauf Beobacht genommen hat, Fertigfabrikate vor 
zuführen. 
5. Nebenproducte aus den Hochöfen. 
Aus den zinkischen und bleiischen mulmigen Brauneisenerzen 
Oberschlesiens wird das Zink und das Blei vielfach als Nebenproduct 
gewonnen, jenes in dem von der Gicht abgeführten und aufgefangenen 
Zinkstaub,. sowie in dem an den Wänden des Ofens sich ansetzenden 
Zinkschwamm, dieses unterhalb des Bodensteins, welcher zu diesem Zweck 
absichtlich mit ganz engen Canälen hergestellt wird, aus welchen das 
Blei tropfenweise herausquillt, durch Erwärmung von aussen flüssig 
erhalten und in einen Sammelraum zusammengeführt wird. 
Auf der Georg-Marien-Hütte bei Osnabrück und der Germania- 
Hütte zu Grevenbrück stellt man aus den Schlacken der Hochöfen 
Ziegel dar, welche ein vorzügliches Baumaterial liefern und zur
	            		
Giessereibetrieb. cl Ansicht gebracht sind. Die Hochofenschlacke wird granulirt, mit Kalk gemeng/und geformt, die Steine werden mittelst hydraulischer Pressen Lrk gepresst und demnächst einige Tage an der Sonne getrocknet. Sm Strine rind sehr leicht und gestatten ein schnelles Aurirock der Häuser Für elegantere Bausteine wird die granuliite Schlac k der Vermengung mit Kalk gemahlen und dann in gleicherweise behandelt. ITf d!r Laurahütte in Oberschlesien _ hat man Versuche gemacht, die Hochofenschlacke zur Cementfabrikation zu verwen t hat als Resultate dieser Versuche Ornamente und eine mi ci gemauerte Säule ausgestellt. , , _f der Zu erwähnen ist auch die Schlackenwolle, welche auf der Georg-Marien-Hütte hergestellt wird. Die Schlacke wird in ein Gefoss geleitet und dort einem lebhaften Dampfstrahl ausgesetzt, welcher b - S S, dl di. einzelnen Schlackentheile eich f.den.rt.g grupp,re» u»d eL faserig. Masse bilden, welch, wie Wolle g.h^ werd.» k»» dieselbe wird auf dem Werke selbst als Packungsmaterial für Damp S^nZ Schichten von 3 bis 5 mm Stärke und mit Leinwand um wunden vortheilhaft benutzt. II. Giessereibetrieb. Die Fabrikation von Gussstücken war in der Ausstellung in man nigfachster Weise vertreten. Unter dS^ausgestellten Gusswaaren nehmen die Köhren eine her- vorragende Stelle ein, welche von den meisten grösseren R^rmigies - reien vorgeführt sind. Alle überragt die anonyme Gesellschaft der Hochöfen, Giessereien und Anstalten für Constructionen von Mar q^s (Pas de Calais) welche ihre weltberühmten Röhren in allen Dimensionen t “ 0-06 m hi, 1-1 m innerem l.urehmc.er zur Au.ch.uuug tagt. Die Rehre» werde» euf mechauieche», Weg. ri«h.»d geformt mrUrfrt i-ÄÄ-ÄSr-s «„“».» o“?5 a m“ “d^h™auclCyliad.r “fefv e o»“?40 a m°hirs.3" W-hT»» - Durchmesser welche einen Druck von 18 Atmosphären von aussen nae innen aushalten, auf jenen Werken hergestellt. - Auch Ha y^ °ec - linu & Co zu Pont-ä-Mousson haben eine reiche Auswahl von gu eisernen, stehend gegossenen Röhren ausgestellt und dabei ak Quahtete- prohe für die Ausführung in Längsschnitten die gleichmassige V andstarke
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