M. VON UCHAT1US.
MALEREI AUF
PERGAMENT.
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ler in ihren reifen Jahren unter dem Druck
der Umstände schaffen mußten, Anregungen
zu geben nach allen Richtungen
und schließlich auch noch im Irrtum
fruchtbar zu wirken, das kann nicht
Sache aller auf Kunstschulen ausgebildeten
Kräfte sein. Was England
z. B. längst hat, das fehlt uns noch in
den meisten Fällen: künstlerische Spezialisten
des Bucheinbandes, der Goldschmiedekunst,
der Metallarbeiten, der
Töpferei und ähnlicher Dinge, die durchwegs
in eigenen kleinen Werkstätten
betrieben werden können. Wir haben
solche Ateliers durchaus nötig. Sie
werden entstehen, das ist ganz sicher.
Sie werden alsdann auch der Ort sein,
wo die Nachstrebenden die erfolgreichste
Ausbildung im Kunsthandwerk
finden werden, viel ausgiebiger als
in den Schulwerkstätten, die ebenfalls
ein, wenn auch notwendiger aber immerhin
bloßer Übergang sind. Ich kann
mir denken, daß solcherart das Leben
selbst die Schule wieder aufzehrt. Schulen
überflüssig zu machen, ist das höchste
Ziel einer aufsteigenden Kultur. In freien
Arbeitsverbänden mitzuarbeiten, zu lernen
und an den besten Aufgaben mitzuschaffen,
die das Leben stellt, ist jedenfalls
das allerfruchtbarste. Es ist noch ein
vielverbreiteter Irrtum, zu glauben, daß
die Spezialisierung auf ein bestimmtes
kunstgewerbliches Fach eine Einseitigkeit
in geistiger und künstlerischer Hinsicht
bedeutet. Diese Meinung beruht
auf schlechten Vorbildern und auf einer
Verkennung des Geistes wirklicher und
nützlicher Arbeit. Um nur ein Handwerk
und namentlich ein Kunsthandwerk
auf einem einzelnen Gebiet wirklich
gründlich und erfolgreich zu betreiben,
gehört ein ganzer Mensch dazu
und eine ganze Bildung. Unzählige
Fäden leiten aus einer Buchbinderwerkstätte,
aus einer Goldschmiedewerka.
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SCHULE C. O. CZESCHKA.