Telegraphen-Apparate.
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raum, in welchem derMagnetfpielt, einem Rollenpaare, einem Spiegelgehaufe mit
aufgefetztem Glasrohre und dem fchon oben erwähnten Glockenmagnete mit Spiegel
und Coconfaden Die Kupferkugel ift auf eine verticale meffingene Achfe gefetzt,
welche lieh frei in einer in der Mitte des Dreifufses angebrachten Oeffnung
bewegen kann ; diefe Achfe trägt einen ringförmigen Anfatz, welcher über einen
auf den Dreifufs aufgefetzten, mit einem Stiel verfehenen Ring übergreift. Jener
Anfatz und mit ihm die Kupferkugel kann feftgeftellt werden durch eine Klemme,
welche an dem Stiele des Ringes angebracht ift. Wenn durch das Anfchrauben diefer
Klemme die Kupferkugel feft mit dem Ringe verbunden lft, fo kann noch eine
feine Bewegung desfelben ausgeführt werden vermittelt!: zweier an dem Stiele des
Ringes angebrachter Schrauben mit durchlochten Köpfen, welche gegen einen
feft im Dreifufs fitzenden Anfatz drücken. Die beiden Rollen werden je nach
Bedürfnifs mit dünnem oder dickem Kupferdraht unifilar oder bifilar umwickelt,
jede trägt die den Drahtenden entfprechende Anzahl von Klemmen, fo dafs die
einzelnen Drähte hintereinander, gegeneinander oder parallel gefchaltet werden
können Sie find auf der einen Seite kugelförmig ausgehöhlt und werden mittelft
ftarker randrirter Schrauben an der Kupferkugel befeftigt. Auf der Kupferkugel
ift ein meffmgener Ring aufgefetzt, welcher mit einer Vertiefung, in welcher das
Spiegelgehäufe fitzt, verfehen und mittelft dreier Schrauben feftgehalten wird.
Durch Löfung diefer Schrauben läfst üch das Spiegelgehäufe drehen. Diefes
letztere trägt ferner ein Glasrohr, welches oben mit einem meffingenen Hute verfehen
ift welcher Hut in der Mitte eine Oeffnung befitzt, durch welche der Faden
eingefüh’rtwird Mittelft einesamHute befeftigten drehbaren Stiftes mit randrirtem
Kopf kann der Faden aufgewickelt werden. Seitlich find in den Hut drei randiirte
Schrauben eingeführt, welche imlnnern eineMeffingbüchfe fefthalten, welche eine
Oeffnung für den Faden befitzt und zur Führung desfelben dient. Durch Benutzung
diefer feitlichen Schrauben wird der Aufhängepunkt des Fadens genau vertical
über die Mitte des cylindrifchen Hohlraumes in der Kugel geftellt. Das Stativ des
Fernrohrs befteht aus einem ftarken hölzernen Dreifufs mit Tifch. Auf diefen
letzteren ift ein meffmgener Dreifufs auf drei Meffingplatten aufgefetzt, der nach
unten vermittelt!: einer durch den hölzernen Tifch gehenden Spiralfeder aufgedruckt
wird. Das Fernrohr ift auf ein meffmgenes Geftell aufgefetzt, das einen Träger
zum Einfchieben der Scala befitzt und deffen Achfe fich frei im Centrum des Dreifufses
bewegt. Diefe Achfe kann feftgeftellt werden durch eine Klemme mit randrirter
Schraube, welche an dem Meffingdreifufse fitzt. ,
Das Galvanometer wird auf eine fette Unterlage fo geftellt, dafs der Spiegel
in gleiche Höhe mit dem Fernrohre kommt. Die Unterlage befteht am betten aus
einem Steine, der in die Mauer eingefügt oder einem Brete, das an einem Balken
des Gebäudes angefchraubt ift. Das Fernrohr mit Stativ kann beliebig im Zimmer
aufgeftellt werden, jedoch mufs die Scala gut beleuchtet fein. Je grofser die Entfernung
der Scala vom Spiegel ift, detto bedeutender wird die Verfchiebung der
Theilftriche bei einer Drehung des Spiegels im Fernrohre. Die Scala wird fo in
den Träger des Fernrohres eingefchoben, dafs ihre Mitte unter diejenige des Fernrohr-Objekives
zu liegen kommt. Die Rollen des Galvanometers werden ungefanr
fo geftellt, dafs ihre Achfen vonWeft nach Oft gehen, die Ebenen der Windungen
alfo ungefähr parallel der Meridianebene liegen. Der Magnet wird zum freien
Schwingen gebracht durch Benutzung der drei Stellfchrauben am Fufse des Ga -
vanometers, und man erkennt diefe freie Bewegung des Magnetes durch oie \ege
mäfsigkeit feiner Bewegungen bei Ablenkung durch Eifenftücke oder Magnete.
Sodann wird entweder der Spiegel fenkrecht auf die Fernrohr-Achfe oder umgekehrt,
was meiftens auch leichter ift, das Fernrohr fenkrecht auf den Spiege
geftellt. Im letzteren Falle ftellt man fich einige Schritte vom Spiegel auf und jucht
den Punkt, von welchem aus man im Spiegel das Bild feines eigenen Auges fic t.
Das Fernrohr wird dann etwas über diefen Punkt geftellt. Hängt aber der Spiege
fo, dafs man im Zimmer das Fernrohr überhaupt nicht fenkrecht dazu aufftelien