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Dr. Leander Ditfcheiner.
der Papierftreifen wird durch eine Schneide am Ankerhebel gegen das von einer
Farbwalze mit Farbe gefpeifte Farbfcheibchen bewegt. Der dritte Apparatfatz,
ebenfalls mit Einfchaltevorrichtung, hat einen Farbfchreiber für flüffige Farbe,
aber das Farbegefäfs desfelben wird während des Transportes vom Apparate
getrennt und, durch eine Lederklappe gefchloffen, am Karten befeftigt.
An diefe Eifenbahn-Telegraphen fchliefsen fich die Siemens-Halske’fchen
automatifchen F euermelder, welche in neuerer Zeit eine etwas vorteil
haftere Form erhalten haben. Am Boden des Schränkchens, in welchem diefer
automatifche Feuermelder eingefchloffen ift. befinden fich zwei metallene Schnei
den, auf welche fich das Gewicht, wenn es ganz abläuft, auffetzt und fo die Linie
kurz fchliefst, um eine etwaige Unterbrechung der Linie durch das Schrifträdchen
unmöglich zu machen. Der Farbfchreiber für die Spritzen-Wach- und Central
ftationen hat eine ähnliche Form wie bei dem Wärterftations-Apparatfatze für
Eifenbahnen und ift mit einer eigenthümlichen Weckerausfchaltung mittelft eines
Fufstrittes ftatt durch Stöpfelung verfehen. Aufser dein Farbfchreiber und Wecker
gehören zur Ausrüftung der Stationen noch Tafter,. Bouffole und Umfchalter.
(Zetzfche a. a. O.)
Schliefslich erwähnen wir noch den Siemens-Halske’fchen Uebungs-
telegraphen ohne Batterie, welcher fchliefslich nichts Anderes als ein Tafter
ift, deffen zweites Ende mit einer Spitze verfehen ift, wie der Hebel eines Schreib
apparates, welche Spitze ihre Marken in einen auf einfache Weife vorbeigezoge
nen Papierftreifen macht.
Die Zeigertelegraphen find auf der Ausftellung verhältnifsmäfsig wenig
vertreten gewefen, da fieja auch in der Anwendung gegen das Morfe-Syftem zurück-
ftehen. Auch hier finden wir zunächft den magneto-elektrifchen Zeiger
telegraphen von Siemens, ausgeftellt von der Berliner Firma Siemens &
H a 1 s k e und von Siemens Brothers in London und in ganz ähnlicher F orm
von Nikolai B r u n n e r in Warfchau. Dafs ein folcher Apparat in der japanefifchen
Abtheilung mit japanefifchen Schriftzeichen exponirt war, ift fchon oben bemerkt
worden. Von dem S i e m e n s’fchen Zeigertelegraphen ift nicht nur die ältere, aus
dem Jahre 1857 flammende Form in pultförmigem Karten, fondern auch eine neue,
fehr handliche Form ausgeftellt. Bei letzterer dreht fich der Zeiger über einem
kleineren Zifferblatte, das in das gröfsere, über welchem die Kurbel des Indudlors
läuft, eingefetzt ift. Dem einen diefer neueren Zeigertelegraphen ift ein Wecker,
welcher auf Wechfelftröme anfpricht und ein Zwifchenwecker für ein an einer
Stelle zwifchen zwei Stationen zu gebendes Signal beigegeben, welcher nur auf
gleichgerichtete Ströme anfpricht, welche man dadurch erhält, dafs man die
zwifchen diefen liegenden entgegengefetzten Indudlionsftröme nicht in die Leitung
eintreten läfst. Der andere Apparat ift transportabel und für Kriegszwecke ver
wendbar, daher in feldmäfsiger Verpackung. Bei einem kleinen Magnetzeiger
mit blos einem Zifferblatte und um dasfelbe herumftehenden Taften endlich ift
der Inducftor entweder für Hand- oder Fufsbetrieb eingerichtet; jede nieder
gedrückte Tafte wird durch eine an ihr angebrachte Schulter unter Mitwirkung
einer Scheibe, auf welche eine Feder wirkt, fo lange niedergedrückt erhalten, bis
eine andere Tafte niedergedrückt wird; endlich wird auch bei diefem Apparate
die den Eintritt der Indudlionsftröme in die Leitung vermittelnde (mit einer Abreifs
feder verfehene) Contadlfeder von einem auf derfelben Achfe mit ihr fleckenden
Arme, in Folge der zwifchen beiden durch Federkraft erzeugten Reibung, gegen
den Arbeitscontadl gedrückt, während der Arm felbft durch ein eigenthümliches
Gefperre mit einem von. der Indudlorachfe aus umgedrehten Rade verbunden ift,
in deffen Stifte fich ein (auf einem an jenem Arme angebrachten Winkelhebel
fitzender) um eine Achfe etwas drehbarer Kegel einlegt, bis der andere Arm des
Winkelhebels an den Schaft der niedergedrückten Tafte flöfst und dadurch der
Kegel ausgehoben und nun durch eine auf feinen Rücken (ähnlich wie die Feder
eines Einfchlagmeffers) wirkende Feder in eine Lage gebracht wird, in welcher