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Dr. Leander Ditfchelncr.
Wird aber diefer Rahmen während einer Viertelumdrehung mehrmals
durch die Wirkung des Stromes an die Drucklinie gelegt, fo werden mehrere
der Länge diefer Anlegung entfprechende von einander getrennte Punkte oder
Linien, in einer zur Längenrichtung des Streifens fenkrechten Linie gebildet.
Alle Zeichen, welche einem einzigen Buchflaben angehören, liegen alfo in
einer Linie, fenkrecht zur Längenrichtung des Papierftreifens; die den verfchiedenen
Buchflaben entfprechenden Zeichen find in parallelen folchen Linien am
Papierflreifen. Während des Fun(5lionirens diefes Apparates geht der von dem
Vertheiler ausgehende Strom auf jeder Station durch ein Relais, in welchem eine
Localbatterie derart eingefchaltet ift, dafs der elektrifche Strom fortwährend durch
die Drahtwindungen der Elektromagnete, welche fich an den Schreibapparaten
befinden, fliefst und in ihnen den Magnetismus fo hervorruft, dafs fie von den
Polen vorhandener permanenter Magnete abgeflofsen werden. Geht nun durch
das Relais ein Strom und unterbricht, indem fich dasfelbe unter feiner Einwirkung
bewegt, den Local-Batterieflrom, fo verfchwindet der Magnetismus in den weichen
Eifenkernen der Elektromagnete und diefe werden von den Stahlmagneten
angezogen, durch welche Bewegung der Rahmen fammt dem Papierflreifen gehoben
und gegen die Drucklinie gedrückt wird. In diefer Weife werden die Papierflreifen
bei fämmtlichen Apparaten gleichzeitig gehoben und gefenkt; weil aber
nur dann ein Zeichen auf dem Papierflreifen erzeugt werden kann, wenn die
Drucklinie dem Papierflreifen gegenüber fich befindet, fo kann ein Buchflabe auf
dem Papierflreifen nur dann erfcheinen, wenn der Stromvertheiler und die Druck
linie an den correfpondirenden Apparaten die richtige gegenfeitige Lage haben.
Die gleichzeitige mehrfache Correfpondenz erfordert in beiden zur Vermittlung
derfelben in einer und derfelben Linie eingefchalteten Apparaten eine gleich
fchnelle Bewegung. Zu diefem Zwecke ift an den die Apparate bewegenden
Uhrwerken ein Pendelt angebracht, welches die Regulirung des Ganges derfelben
beforgt. Diefe Regulirung wäre ungenügend, obwohl die Abweichung vofi einer
Umdrehung des Pendels kaum o ooi Secunde beträgt. Es wird daher ein Corredlionsfyftem
in Anwendung gebracht, welches die kleinen Abweichungen der
Pendel unter fich ausgleicht, und welches darin befleht, dafs durch die Einwirkung
eines elektrifchen Stromes, welcher von dem Stromvertheiler des einen Stationsapparates
ausgeht, die Kugel des Pendels an dem anderen Stationsapparate entweder
gehoben oder gefenkt wird, wodurch das Pendel felbft in feiner Bewegung
befchleunigt oder verzögert wird. Das Centrifugalpendel der einen Station
bewegt fich ohne eine befondere Vorrichtung frei; mit jeder Umdrehung des
Stromvertheilers wird ein elektrifcher Strom in die Linie abgefendet, welcher
beflimmt ift, dieBewegung des Pendels am anderen Apparate immer fynchronifch
mit dem Pendel der den Correölionsftrom abfendenden Station zu erhalten. An
dem mittelft des Correclionsftromes zu regulirenden Pendel ift das Gewicht
(Kugel) in einer befonderen Weife angebracht, und zwar fo, dafs fich diefe Kugel
an dem Stabe des Pendels leicht hinauf und herab bewegen läfst. Zu diefem Zwecke
hängt die Kugel an zwei Spiralfedern, welchen eine beflimmte Elaflicität eigen
ift. Hierdurch wird die verticale Bewegung der Kugel leicht möglich gemacht.
Ober der Kugel diefes Pendels befindet fich in horizontaler Lage ein Arm in
Form eines Wagehebels, an deffen einem Arme die erwähnten zwei Spiralfedern,
welche auch mit der Kugel in Verbindung flehen, angebracht find. An dem andern
Theile des Hebelarmes ift ein Faden befeftigt, deffen anderes Ende um einen unter
dem Hebel horizontal angebrachten runden Metallftab gewickelt ift; diefer
Stab wird durch die Einwirkung einer elektrifchen Kraft an dem einen Ende
horizontal nach rechts und links und durch Ausübung einer mechanifchen Kraft
um eine Längenachfe gedreht. Es ift nun einzufehen, dafs, wenn diefer runde Stab fich
um feine Längenachfe dreht, der darauf gewickelte und mit feinem anderen Ende
an den horizontal liegenden wagförmigen Hebelarm befeftigte Faden länger oder
kürzer wird, und dafs dadurch auch der andere Hebelarm und mit diefem die