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Full text : Officieller Ausstellungs-Bericht - Die Telegraphen-Apparate (Gruppe XIV, Section 2)

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Dr.  Leander  Ditfcheiner.

find  acht  Schlüffel  bezeichnet,  die  fich  nur  dadurch  von  einander  unterfcheiden,
dafs  ihre  Bärte  in  verfchiedenen  Abftänden  vom  Ende  des  Schaftes  fitzen.
Wird  ein  Schlüffel  gerade  fo  weit  in  das  Schlüffelloch  gefleckt,  dafs  er  m
diefem  herumgedreht  werden  kann,  fo  wirkt  der  Schaft  auf  einen  Seitenarm  des
Wmkelhebels  und  dreht  diefen  gerade  fo  weit  um  eine  horizontale  Achfe,  dafs
lein  längeiei  Arm  auf  das  zu  diefem  Schlüffel  gehörige  Schliefsungsrad  zu  liegen
kommt,  während  beim  Umdrehen  des  Schlüffels  der  Bart  auf  einen  Riegel  wirkt
und  durch  diefen  das  Triebwerk  ausrückt,  fo  dafs  nun  das  Hilfsfignal  von  diefer
Säule  aus  in  die  Leitung  gegeben  und  von  Morfe-Apparaten  auf  den  Stationen
niedergefchrieben  werden  kann  und  fo  lange  fortgegeben  wird,  bis  der  Schlüffel
wieder  umgedreht  und  herausgezogen  wird.  Die  Hilfsfignale  werden  auf  derfelben
  Leitung  gegeben,  welche  auch  zum  Läuten  benützt  wird;  damit  diefes
gefchehen  kann,  wird  der  Ruheftrom  beim  Umdrehen  des  Indudtors  durch  diefen
felbftthätig  ausgefchaltet.  (Zetzfche  a.  a.  O.)
Bei  den  Magnetinductoren  für  Läutewerke  liegt  die  Indudlionsrolle
  (der  bekannte  Cylinderindudlor)  zwifchen  den  Schenkeln  von  vier,  fechs,
zwölf  oder  achtzehn  Hufeifenmagneten  und  fendet  bei  ihrer  Umdrehung  entweder
Wechfelftröme  oder  bei  Unterdrückung  der  Ströme  von  einer  Richtung  gleichgerichtete ­
  Ströme  in  eine  bis  vier  Leitungen,  und  zwar  durch  Vermittlung  von  einer
bis  vier  Drucktaflen,  welche  zur  Sicherung  einer  guten  Körperverbindung  infofern
eine  neue  Einrichtung  zeigen,  als  die  fehr  mäfsigen,  mit  je  einer  Leitung  verbundenen ­
  Taflenkörper  fich  an  den  Umfang  eines  ilärkeren  ifolirten  Cylinders
anlegen  und  im  Ruhezuftande  zugleich  durch  Federwirkung  an  je  einen,  leitend
mit  je  einem  Apparate  in  Verbindung  flehenden,  fchwächeren  Metallcylinder
oder  eine  Schiene  herangezogen  werden,  wogegen  fie  beim  Niederdrücken  fich
am  Umfange  des  ifolirten  Cylinders  fortwälzen  und  endlich  mit  ihrem  hinteren
Theile  an  .einen  ihnen  allen  gemeinfchaftlichen  fchwächeren  Metallcylinder  anlegen, ­
  welchem  ein  von  dem  Indudlor  kommender  Draht  beim  Drehen  des
Indudtors  die  Ströme  zuführt  und  von  welchem  fie  jetzt  durch  den  Taflenkörper
in  die  Leitung  eintreten,  während  fie  auf  der  anderen  Seite  des  Indudtors  durch
einen  Draht  in  die  Erde  gelangen.  (S.  Zetzfche  a.  a.  O.)
Die  zu  AnfangDecember  1870  in  Berlinbehufs  einer  Berathungüber  dieEin
führung  von  Blockfignalen  tagende  Conferenz  von  Eifenbahntechnikern  Hellte
gewiffe  Normen  für  die  Einführung  diefer  Signale  auf.  Zugleich  tauchten  manche
begründete  Vorwürfe  gegen  die  von  Siemens  &Halske  in  einem  im  Oktober
desfelben  Jahres  erlaffenen  Circulare  befchriebenen  und  im  Verfammlungslocale
der  Conferenz  aufgeftellten  Blockapparate  auf.  In  Folge  deffen  liefsen  Siemens
&  Halske  den  vorgefchlagenen  optifch  -  elektrifchen  felbftthätigen  Blockapparat
fallen  und  entwarfen  auf  Anregung  des  Oberinfpedtors  Pörfch  in  Dresden
Einrichtungen,  welche  dem  Blockwärter  das  Geben  elektrifcher  Signale  erfl
ermöglichen,  wenn  derfelbe  vorher  das  betreffende  optifche  Signal  gegeben  hat.
Dabei  wurde  zugleich  der  elektrifche  Block-Signalapparat  in  einer  jenen  Einwürfen ­
  und  den  aufgeftellten  Normen  Rechnung  tragenden  Weife  umgeftaltet.
Von  diefen  Umänderungen  machten  Siemens  &  Halske  in  einem  Circulare  vom
1.  März  1871  Mittheilung.  Seitdem  vervollkommneten  fie  ihre  Blockfignale  noch
nach  zwei  Richtungen;  1.  brachten  fie  die  Semaphoren-Windungen  anftatt  in
elektrifche  (mit  Contadlen  erzielte)  in  mechanifche  Abhängigkeit  von  der  Stellung
des  Tableau  im  Blockapparat,  fo  dafs  der  Blockwärter  mit  dem  Deblockiren  der
hinter  ihm  gelegenen  Strecke  fich  fein  eben  gegebenes  optifches  Haltfignal  abfolut
feftflellt;  2.  ferner  ermöglichen  fie  auf  derfelben  Leitung,  welche  fchon  für  die
Blockfignale  benützt  wird,  ein  Vorwärtswecken,  das  heifst  eine  Anmeldung  des
kommenden  Zuges,  auf  der  in  der  Richtung  des  Zuges  nächftfolgenden  Station  durch
Klingelfignale,  welche  mit  gleichgerichteten  Indudlionsftrömen  gegeben  werden
und  die  Blockfignale  ganz  unverändert  und  unberührt  laffen,  da  für  diefe  Wechfelftröme ­
  benützt  werden.  Von  den  in  Wien  ausgeftellten,  eine  zufammenhängende
            
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