Telegraphen-Apparate.
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Linie bildenden fünf Block-Signalapparaten für eine zweigeleifige Bahn find die
beiden äufserften als Bahnhofs-Apparate anzufehen. Die übrigen find mit (imitir-
ten) Semaphoren verfehen und mit Semaphoren-Arretirung ausgerüftet; der mit
telfte gilt als Zwifchenftation, die beiden anderen als Bahnhofs-Deckungsapparate.
In der inneren Einrichtung ftimmen die fünf Apparate, deren jeder in einen
eifernen Schutzhaften eingefchloffen ift, überein, nur dafs bei den Bahnhofs-
Apparaten die durch die Semaphoren bedingten Einrichtungen fehlen. Jeder
Kalten enthält zwei Apparatfätze, den einen für die nach der einen Richtung (auf
dem einen Geleife), den andern für die nach der andern Richtung (auf dem zweiten
Geleife) verkehrenden Züge.
Die elektrifchen Ströme für dieBlockfignale werden von jeder Blockftation
nach der in Bezug auf die Zugrichtung vorhergehenden oder rückwärts gelegenen
Nachbarftation gefendet. In Folge deffen wird das elektrifche Haltfignal, welches
eine mit „Halt“ befchriebene rothe Scheibe vor einem Fenfter des Kaftens ficht-
bar werden läfst, auf jeder Blockftation durch die Wechfelftröme erzeugt, welche
nach der vorhergehenden Station gefendet werden, um dafelbft das dort noch
flehende Haltfignal zu befeitigen, das heifst, anftatt der rothen Scheibe eine
weifse, mit „Frei“ befchriebene erfcheinen zu lallen; defshalb muffen in jedem
Elektromägnete zwei verfchiedene Wege für diefe beiden durch ihn gehenden
Ströme vorhanden fein, was leicht dadurch zu erreichen ift, dafs entweder der eine
Schenkel des Elektromagnetes in den einen, der andere in den anderen Strom
weg eingefchaltet ift, oder dafs man jeden Schenkel mit einer doppelten Umwick
lung verheilt, von denen die eine dem einen, die andere dem anderen Stromwege
angehört. Die rothe und weifse Scheibe bilden das obere und untere Feld eines
um eine horizontale Achfe drehbaren Sectors, welcher hch durch fein eigenes
Gewicht von oben nach unten, durch ein unter gewiffen Umftänden auf denfelben
hch auffetzendes Uebergewicht (oder in den neueren Apparaten durch ein das
Uebergewicht erfetzendes Käftchen mit einer Feder) von unten nach oben zu
drehen ftrebt, diefs aber nur kann, wenn der als Echappement für den Sedlor
dienende polarifirte Anker des Elektromagnetes durch eine längere Reihe von
Wechfelftrömenhin- und herbewegt wird, wobeier zugleich einen Klöppel abwech-
felnd an zwei Glocken anfchlagen läfst. Dadurch ift zugleich, ähnlich wie oben
bei den Läutefäulen, das unbeabfichtigte Umftellen der Blockfignale, z. B. bei
Gewittern, nahezu unmöglich gemacht. Die Kurbel des Indudtors fleht etwa in der
Mitte der einen Kaftenwand (fielie Dub, Anwendungen des Elektromagnetismus.
II. Auflage, pag. 681) heraus. Die Kurbeln der beiden Semaphorenwinden,
mittelft deren die beiden Semaphoren-Flügel, deren jeder zu je einer Zugrichtung
gehört, dem Haltfignale entfprechend in die horizontale Lage, oder dem Frei-
fignale entfprechend, fchräg nach oben geneigt eingeftellt werden, flehen zu beiden
Seiten aus den unteren Theilen des Kaftens vor. Auf jede Windenachfe ift eine
Scheibe aufgefteckt, welche am der, bei gegebenem Haltfignale, nach oben
gekehrten Stelle mit einem Ausfchnitte verfehen ift. Soll ein elektrifcher Strom
zum Deblockiren der vorhergehenden Station gegeben werden, fo mufs durch
einen Knopf auf der Oberfeite des Kaftens eine Stange niedergedrückt werden,
um im Innern des Kaftens einen Contadlhebel umzulegen, welcher bisher die in
der'der Zugrichtung entgegengefetzten Richtung von der Blockftation auslaufende
Leitung durch den nach derfelben Seite hin gelegenen Elektromagnet hindurch
mit der Erde verband, jetzt aber diefelbe Leitung durch den nach der Zugrichtung
hin gelegenen Elektromagnet und den. Indudlor hindurch mit der Erde verbinden
foll, damit auf der eigenen Station das elektrifche Haltfignal, auf der vorher
gehenden Station das Freifignal entlieht. Nun legt fleh aber der Contadlhebel
auf eine zweite Stange, welche mit ihrem unteren Ende auf einen, durch eine
kräftige Feder nach oben gedrückten Sperrkegel wirkt; diefer Sperrkegel aber
Hemmt fleh gegen die auf der Windenachfe fitzende Scheibe und kann nur dann
dem durch den Knopf auf den Contadlhebel ausgeübten Drucke nachgeben, wenn
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