MAK

Full text: Officieller Ausstellungs-Bericht - Die Telegraphen-Apparate (Gruppe XIV, Section 2)

Telegraphen-Apparate. 
53 
ift die Normaluhr auf der Sternwarte und die zu regulirende Uhr an dem Börfen- 
gebäude. Es ift dabei eine Controle eingerichtet, fo dafs man fowohl auf der 
Sternwarte leicht erkennen kann, ob dieBörfe-Uhr richtig geht,und umgekehrt an der 
Börfe erkennen kann, dafs die dort befindliche Uhr in Uebereinftimmung ,mit der 
Uhr der Sternwarte fich befindet. 
Anhang. 
Siemens & Halke’s elektrifche Lampen. 
Bei der f elbft r e gul ir e n d e n elektrifchen- Lampe, für gleichge 
richtete und für Wechfelftröme verwendbar, nach v. H e f n e r-A 11 e n e c k , gefchieht 
die Regulirung der Länge des elektrifchen Lichtbogens in der Weife, dafs die 
Kohlenfpitzen bald unter dem Einfluffe des Uebergewichtes des einen oberen 
Kohlenhalters einander genähert, bald durch die Thätigkeit. eines kleinen elek- 
tromagnetifchen Motors, welcher durch den lichterzeugenden elektrifchen Strom 
betrieben wird, wieder von einander entfernt werden. Diefer Hlotot(Fig.26 TafelIV) 
befiehl aus einem vom elektrifchen Strome umfloffenen Hufeifen-Magnet E mit 
einem vorliegenden Anker A, welchen eine Spiralfeder F mit regulirbarer Span 
nung von den Polen des Elektromagnetes abzuziehen und gegen einen Ruhe- 
Anfchlag zu legen fucht. Mit dem Anzuge des Ankers durch den Elektromagnet 
ift für die Dauer desfelben die Schliefsung eines Contadles c (Fig. zb Tafel IV.) 
verbunden, welcher dem elektrifchen Strome einen kürzeren Weg, an den Elek 
tromagnet-Umwindungen vorbei, geftattet. Mit dem in Folge deffen eintretenden 
Abfall des Ankers wird der Contad c wieder geöffnet, der Anker wieder ange 
zogen u. f w. Sobald alfo der elektrifche Strom, refpedive der durch ihn im 
Elektromagnete hervorgerufene Magnetismus in Folge genügender Näherung der 
Kohlenfpitzen kräftig genug geworden ift, um die Spannung der Spiralfeder zu 
tiberwinden, fo wird der Anker in oscillirende Bewegung verfetzt, welche fo lange 
anhält bis die Stromftärke wieder unter diefe Grenze gefunken ift. Diefe hin- 
und hergehenden Bewegungen macht ein kleiner Sperrkegel r mit, welcher dabei 
fucceffive in einer Richtung drehend auf einSperrrad Umit feinen fchräge flehen 
den Zähnen einwirkt und fo, durch mit dem Sperrrade in Eingriff flehende Zahn 
räder und Zahnftangen, die beiden Kohlenhalter — dem Uebergewichte des einen 
derfelben entgegenwirkend •— langfam von einander entfernt. In. Folge der 
damit im Zufammenhange flehenden Vermehrung des Widerftandes des elektri 
fchen Lichtbogens und der Schwächung des elektrifchen Stromes hören die oscil- 
lirenden Bewegungen des Ankers und Sperrkegels bald wieder auf und der 
Anker bleibt an feinem Ruhe-Anfchlage d liegen. In diefer Stellung wird der 
Sperrkegel durch einen am Geftelle der Lampe befeftigten Stift n, an dem er mit 
feiner fchrägen Fläche anläuft, gänzlich aus den Zähnen des Sperrrades U geho 
ben, das Uebergewicht des oberen Kohlenhalters kommt wieder zur Geltung und 
nähert, indem es gleichzeitig das Sperrrad rückwärts dreht, die Kohlenfpitzen ein 
ander wieder, bis in Folge der damit verbundenen Kräftigung des elektrifchen 
Stromes die oscillirenden Bewegungen des Ankers undSperrkegels wieder beginnen. 
Die Schnelligkeit mit der fich die Kohlenfpitzen nähern, wird durch einen Wind 
fang W verlangfamt, refpedlive regulirt, und damit der Elektromagnet nicht auf 
diefen im entgegengefetzten Sinne zu drehen braucht, ift deffen Triebrad R lofe 
auf die Achfe des Sperrrades aufgefetzt und durch eine kleine Sperrklinke t nur 
für die Drehung in dem einen Sinne, wie fie durch das Uebergewicht hervor 
gebracht wird, an das Sperrrad gekuppelt. Bei normalen Arbeiten der Lampe 
find die alternirenden Bewegungen der Kohlenfpitzen an diefen felbft kaum wahr 
nehmbar; erlifcht jedoch der Lichtbogen durch eine äufsere Veranlaffung, fo 
laufen die Kohlenfpitzen fofort zufammen und werden nach eingetretener Berüh 
rung durch die Thätigkeit des elektrifchen Motors wieder getrennt, wobei fich
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.