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MAK

Full text : Japanische Holzschnitte

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23  Toni  Kiyonaga  (1752—1815)
Die  kaiserliche  Hofdame  Murasaki  Shikibu  (971  oder  975—1031),  eine
der  größten  Dichterinnen  Japans,  auf  der  Terrasse  des  Ishiyama-Tempels
  am  Biwa-See,  bei  der  Arbeit  an  ihrem  Roman  „Genji  Monogatari“
  {—  Abenteuer  des  Prinzen  Genji).  Vielfarbendruck  in  bräunlichen, ­
  grauen  und  grünen  Tönen;  signiert;  Kiyonaga  gwa.
(Widmung  A.  Exner)  H.  350  mm,  Br.  240  mm

24  Kubo  Shunman  (1757—1820)
Drei  Mäddien  haben  eben  einen  Fluß  durchschritten,  die  rechte  bindet
noch  ihre  Sandale;  im  Hintergrund  das  Dorf  Köyaguchi  und  der
Tempel  auf  dem  Koyasan.  Linkes  Randblatt  der  Sechsblattfolge,
welche  den  durch  ihre  Schönheit  berühmten  sechs  Flüssen  Japans  mit
dem  gleichen  Namen  Tama  gewidmet  ist.  Vielfarbendruck  nur  in  Grau
und  Grün,  mit  winzigen  Einzelheiten  in  Gelb  und  Rotbraun;  signiert:
Kubo  Shunman  gwa,  darunter  roter  Kreisstempel  mit  Shunman;  Verlag
Fushimiya  in  Edo.  ^  243  mm

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25  Chöbunsai  Eishi  (geb.  verm.  1746,  gest.  1829)
Die  Kurtisane  Wakamurasaki  aus  dem  Kado-Tamaya  (=  Juwelenhaus)
im  Yoshiwara  mit  ihren  kleinen  Dienerinnen  Hatsune  und  Isono;  alle
drei  tragen  das  Privatwappen  der  Kurtisane,  den  Kranich  im  Kreis,
auf  ihren  Kleidern.  Das  Blatt  gehört  zu  einer  Serie  mit  Kurtisanendarstellungen, ­
  betitelt:  „Wakana  hatsumoyo“  (=  Neue  Kleidermuster).
Vielfarbendruck  in  braunen,  grünen  und  blauen  Tönen  auf  gelbem
Grund;  signiert:  Eishi  zu;  Stempel  „kiwame“  (=  authentisch);  Verlag
Nishimuraya  in  Edo.
(Widmung  A.  Exner)  H.  370  mm,  Br.  250  mm

26  Kitagawa  Utamaro  (1753—1806)
Eine  Kurtisane  füllt  ihre  Tabakpfeife,  ihre  Dienerin  räumt  ein
Moskitonetz  weg.  Ein  Blatt  der  Serie  „Natsu  no  hidokei“  (i=  Sommersonnenuhr) ­
  mit  dem  Untertitel  „Asa  itsutsu  doki  no  fuzei“  (—  Situation
morgens  zur  fünften  Stunde).  Vielfarbendruck;  signiert:  Utamaro  fude;
darunter  Stempel  „kiwame"  (=  authentisch),  darunter  Stempel  „Jahr  des
Tigers,  6.  Monat“;  von  den  Tigerjahren,  die  in  Utamaros  Lebenszeit
fallen,  dürfte  wohl  1794  in  Frage  kommen,  da  das  nächste,  1806,  schon
sein  Sterbejahr  war.  Verlag  Murataya  in  Edo.
(Widmung  A.  Exner)  H.  378  mm,  Br.  268  mm
Nach  der  alten  Weise  werden  in  Japan  Nacht  und  Tag  ln  je  sechs
„Stunden"  eingeteilt,  die  zwei  unserer  Stunden  entsprechen  und  von
9  bis  4,  beginnend  mit  Mitternacht  bzw.  Mittag,  gezählt  werden;  die
fünfte  Stunde  entspricht  also  8—10  Uhr  morgens.

27  Kitagawa  Utamaro  (1753—1806)
Die  Kurtisanen  Yosoi  und  Yoyoharu  aus  dem  Matsubaya  (=  Piniennadelhaus) ­
  im  Yoshiwara.  Ein  Blatt  der  Serie  „Seirö  yükun  awase
Kagami“  (=  Spiegel  der  Kurtisanen  der  „Grünen  Häuser“).  Vielfarbendruck ­
  auf  grauem  Grund;  signiert;  Utamaro  fude;  Verlag
Yamada  in  Edo.
(Widmung  A.  Exner)  H.  370  mm,  Br.  250  mm
            
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