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ABTEILUNG II 
Historische Beispiele britischer Städteanlagen 
Ständer 9 und 10 
Fast alle Städte Großbritanniens sind aus alten Niederlassungen entstanden. Die 
meisten tragen auch heute noch Namen, die an ihren Ursprung erinnern und zeigen, 
wie viele Völker in der britischen Gemeinschaft zusammengeströmt sind: Kelten, 
Angelsachsen, Skandinavier und Römer. Die keltischen Ortsnamen finden sich vor 
allem im Süden und Westen. Sie enthalten charakteristische Worte wie “combe”, 
(Wald), “tor” (Hügel) oder “Avon” (Fluß). Angelsächsische Namen enden oft 
auf “ham” (Hof) oder “tun” (eingefriedetes Stück Land). Die skandinavischen 
Einwanderer siedelten sich begreiflicherweise im Nordosten an; ihre Ortsnamen 
enden oft in “by” (Dorf) oder “thorp” (Weiler), “feil” (Hügel), “wick” (Bucht) 
und anderen Silben, die vorwiegend geographische Bezeichnungen sind. Die römischen 
Niederlassungen wurden als strategische Punkte längs eines großen Straßensystems 
angelegt; ihre Namen enden zumeist in Varianten von “castra” (befestigtes Lager), 
deren häufigste Form “ehester” ist. 
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