2. Der Scott-Bericht
Unter Vorsitz von Lord Justice Scott wurde 1941 ein Ausschuß mit folgendem
Arbeitsprogramm gegründet:
Studium der Bedingungen, die bei der Bautätigkeit oder sonstigen Verwertung ländlicher
Gebiete herrschen sollen und mit der Erhaltung der Landwirtschaft in Einklang
zu bringen sind, besonders der Faktoren, welche die Niederlassung von Industrien
an bestimmten Orten beeinflussen, mit Rücksicht auf wirtschaftliche Auswirkungen,
Halbtags- und Saisonarbeit, Wohlstand ländlicher Gemeinden und die
Erhaltung der Vorteile ländlichen Lebens.
Der Bericht dieser Kommission, unter dem Namen „Scott-Bericht“ bekannt, wurde
1942 veröffentlicht und enthält die Annahme, daß der Staat durch das Einsetzen
dieser Kommission gezeigt habe, daß zu seiner Politik die Schaffung einer zentralen
Planungsstelle, die Förderung von Industrie und Handel, die Erhaltung einer gesunden
Landwirtschaft, die Wiederbelebung dörflichen und ländlichen Lebens und
die Erhaltung der Vorteile ländlichen Lebens gehören.
3. Der Beveridge-Bericht
Die dritte Kommission begann ihre Arbeit im Jahre 1941, unter dem Vorsitz von
Sir William Beveridge, mit dem Zweck „im Hinblick auf das Ineinandergreifen
der Projekte die im Lande bestehenden sozialen Versicherungssysteme und ähnliche
damit verbundene Dienstleistungen einschließlich der Arbeiterentschädigungen
(Unfallentschädigungen) zu studieren und Empfehlungen zu machen“.
Der Beveridge-Bericht wurde 1942 veröffentlicht und erweckte sowohl in Großbritannien
wie im Ausland lebhaftes Interesse. Das vom Ausschuß empfohlene Vorgehen
war auf einer „Diagnose der Bedürfnisse” begründet. Er geht von Tatsachen
aus, von den Lebensverhältnissen der Menschen, wie sie aus den Sozialuntersuchungen
aus der Zeit zwischen den beiden Kriegen hervorgehen.
4. Der Uthwatt-Bericht
Ein Hauptproblem des Städtebaues sind die Bodenpreise. Selbst in Londoner Elendsvierteln
kann der Bodenpreis 10.000 und 20.000 Pfund pro Acre betragen, und
jedes Städtebau- oder gemeinwirtschaftliche Bauprojekt muß diese enormen Kosten
auf sich nehmen. Jeder Grundbesitzer wollte seinen Boden so hoch wie möglich
bewerten, so daß, selbst wenn man eine allgemeine Preissteigerung infolge der
Städtebauprojekte gelten läßt, die Kosten noch vor Beginn der Bautätigkeit verheerend
waren. 1942 wurde ein Ausschuß unter Vorsitz von Mr. Justice Uthwatt
gegründet, um sich mit der Frage zu beschäftigen, wie man es den örtlichen Behörden
ermöglichen könnte, Baugründe um einen angemessenen Preis zu kaufen, wie
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