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MAK

Full text : Soziale Wohnkultur

Die  Möbel  des  Wohnraums  sind  vom  Mieter  nach
seinen  individuellen  Bedürfnissen  anzuschaffen;
das  abgebildete  Beispiel  zeigt  einen  Sitzplatz  beim
Ofen,  einen  Kommodenkasten  mit  Klappenaufsatz
(Sekretär  und  Anrichte)  und  eine  Sofacouch  mit
Lehnkasten  für  Bettzeug  (bequeme  geringe  Sitztiefe
und  —  vorgezogen  —  breite  Liegetiefe).  Vor  der
Couch  ein  Hochklapptisch  mit  der  Höhe  nach  verstellbarer ­
  Platte  (Teetisch  bzw.  Eß-  und  Arbeitstisch)
und  Sessel.
Die  Schlafnische  ist  durch  zwei,  nur  mit  Vorhängen
verschlossene  Öffnungen  mit  dem  Wohnraum  verbunden ­
  und  enthält  einen  eingebauten,  bis  zur  Decke
reichenden  Schrank  an  der  Mittelmauer  mit  einem
Fassungsraum  von  drei  zweitürigen  Schränken
(4,80  m 2 ).  Die  Betteinsätze  ruhen  auf  Wandkonsolen,
wodurch  das  Bettgestell  entfällt,  den  Wandschutz  an
Kopf-  und  Fußseite  übernimmt  ein  Holzstabgewebe.
Dem  Nachtkästchen,  mit  Klappe  an  der  Schrankseite, ­
  entspricht  ein  Nacht-  und  Toilettenkästchen  an
der  Fensterseite,  die  ebenfalls  an  der  Wand  hängen,
so  daß  der  ganze  Schlafraum  keine  Möbelfüße
braucht  (praktisch,  hygienisch  und  billig).
Die  vorgeschlagenen,  bauseits  herzustellenden
Einbaumöbel  kosten  je  nach  Ausführung  2400  bis
2800  Schilling,  also  etwa  dasselbe  wie  1y 2  m 2  Wohnfläche, ­
  und  ermöglichen  es,  die  Wohnung  bei
größerer  Nutzfläche  um  3—4  m 2  kleiner  zu  bauen
als  bei  der  Berücksichtigung  von  Stellschränken.
Die  Kastentüren  in  Vorraum  und  Schlafnische
sind  aus  Hartfaserplatten  hergestellt  und  mit  gewachstem ­
  Papier  überklebt,  so  daß  jeder  Mieter  die
ihm  zusagende  Farbe  und  Musterung  anbringen
kann.

Erläuterung  zu  dem  Wohn-Schlaf-Zimmer  auf  Seite  25  unten:
WO  H  N  -  SCH  LAF  -  ZIMMER  mit  Pfeilerschrank  aus
Buchenholz  und  weiß  gestupften  Hartfaserplatten.
Der  Pfeilerschrank  trennt  die  Wohn-  und  Schlafnische  vom
Eingang  ab.  Die  Eckcouch  besteht  aus  zwei  Polsterrahmen
mit  Bettzeugraum  darunter  (aufklappbar)  und  je  einem  Lehnkasten ­
  mit  gepolsterter  Klappe.  In  Schlafstellung  werden  die
Unterteile  hervorgezogen,  so  daß  eine  breite  Liegefläche
entsteht,  während  sie  in  Sitzstellung  unter  die  an  die  Wand
gehängten  Lehnkasten  geschoben  werden,  um  die  erwünschte
geringere  Sitztiefe  zu  erreichen.  Ein  Eckkasten  und  ein  Seitenteil ­
  (an  dem  Bettzeugraum  befestigt)  vervollständigen  das
Arrangement,  dessen  einzelne  Bestandteile  verschiedene  Gruppierungen ­
  ermöglichen.  Der  Tisch  ist  in  der  Platte  in  Höhe
und  Größe  verstellbar  (Eßtisch—Teetisch).  Die  Sessel  aus
Buchenholz  sind  mit  einem  überpolsterten  Sperrholzsitz  mit
Plastikbezug  versehen.  Der  Klappenkasten  dient  als  Anrichte
(obere  Klappe),  Sekretär  (zweite  Klappe)  und  als  Geschirrschrank ­
  (untere  Klappen).

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