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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.
Versuche auf Maschine II.
(für wiederholte Biegungen).
B ezeichnung
der
Versuchsstäbe.
Spannung in
der äusser-
sten Faser
pro Qdrtzoll
in Zollctr.
200
Anzahl der
Biegungen
bis zum
Bruch
862 980
Bemerkungen.
Phosphorbronze No.I.
War nur in den gedehn
ten Fasern zerrissen bis
No. II.
No. III.
Gewöhnliche Bronze
No. I.
180
'150
200
102 650
i
zur neutralen Achse.
Hat vom 15. März bis
19. Mai 1873, ohne zu
zerbrechen , 1 260 000
Biegungen ausgehalten.
Hat vom 3. Mai bis 19.
Mai 1873, ohne zu zer
brechen, 212 000 Bie
gungen ausgehalten.
Die Bruchfläche sehr
schön und gleichmässig,
der frühe Bruch rührt
also nicht von schlechter
Beschaffenheit des Mate
rials her. Durchweg ge
brochen.
Aehnliche günstige Resultate wurden auch im polytechnischen In
stitute von R. Jenny und in der k. k. Geschützgiesserei von Uchatius
zu Wien sowürvon Kirkaldy in London erhalten. Im de Wendel’-
schen Werke in Hayenge. bei Metz sind bereits seit zwei Jahren schwere
Kammwalzen und an Universalwalzwerken coniseke Räder im Gewichte
bis zu 2000 Pfd. aus Phosphorbronze, ohne einen Bruch erlitten zu
haben, im ununterbrochenen Betriebe. Ueber die Zweckmässigkeit der
Verwendung des Materials als Gesckützmetall wurden eingehendere
Versuche in Lüttich und Spandau durchgeführt; wie es scheint, sind
aber die Acten hierüber noch nicht geschlossen, und muss das End-
urtheil fachmännischen Kreisen Vorbehalten bleiben. — Als eine weitere
schätzbare Eigenschaft der Phosphorbronze ist schliesslich noch ihre
Widerstandsfähigkeit gegen die oxydirenden Einflüsse von Luft und
Wasser hervorzuheben. Eine sechs Monate hindurch der Einwirkung
des Seewassers ausgesetzt gewesene Platte von 0'6 mm Stärke erlitt
im Mittel der Versuche M58 Proc. Verlust, während dieser bei bestem
englischen Kupferblech 3'058 Proc. betrug.