Allgemeines.
Der allgemeine Eindruck, welchen man aus der Beschauung
der montanistischen Ausstellung gewinnt, kann nur als ein günstiger be
zeichnet werden, da man unzweifelhaft in der Ueberzeugüng befestigt
wird, dass der Aufschwung, welchen die bergmännische Gewinnung
der Rohproducte, sowie deren hüttenmännische Verarbeitung sowohl
in technischer Beziehung, wie in der Grossartigkeit der Massenproduction
in den letzten Jahren genommen hat, ein so hervorragender und gewal
tiger gewesen ist, wie ihn frühere Jahrzehnte in nur einigermaassen
annähernder Weise nicht gezeigt haben. Dagegen leidet die Anord
nung der Ausstellung an dem Fehler, dass sie keinen genügenden
Anhaltspunkt zu Vergleichungen der Leistungen in den verschiedenen
Ländern gewährt, nicht nur weil die Producte der Montanindustrie aus
den verschiedenen Ländern räumlich weit von einander Platz gefunden
haben, sondern ganz besonders auch deshalb, weil es innerhalb der
einzelnen Länder an systematischer Aufstellung mangelt und zum Theil
die Producte an weit aus einander liegenden Stellen niedergelegt sind,
endlich auch deshalb, weil aus einzelnen — und zumal aus den wich
tigsten Bergbau treibenden Ländern — nur vereinzelte Aussteller sich
betheiligten, so dass eine gleichwerthige Beurtheilung der montanisti
schen Leistungen ausser der Möglichkeit liegt. England und Frank
reich, so wichtige Glieder in der Kette dieser Beurtheilung, erscheinen
in der Section des Bergbaues in fast verschwindender Gestalt und auch
in den Sectionen der Eisen- und Metallindustrie nicht in dem Maasse,
um eine Vorstellung von der Stellung zu geben, welche sie in diesen
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