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Allgemeines.
Schätzen zeigte die Ausstellung nur wenig, namentlich Steinkohlenproben
aus der Grube von St. Jeronimo (Rio Grande do Sul), deren Betrieb
schon ein recht bedeutender sein und die ganze Provinz mit Kohlen
versorgen soll, auch Proben von der Steinkohlenablagerung am Flusse
Turbaräo, welche noch nicht ausgebentet wird. Eisenerze waren in
zwei Sammlungen vorgeführt, doch nur vereinzelt und ohne näheres
Eingehen auf ihre Verarbeitung, obwohl die Producte des Hüttenwerks
St. Joäo de Ipanema zur Ansicht auslagen. Von besonderm Interesse
ist die Darstellung des Palladiums in Draht und Blech, welches in
der Münze zu Rio de Janeiro benutzt wird. Von den Gesteinen, in
welchen Diamanten und Gold auftreten, sind charakteristische Beispiele
ausgestellt; eine graphische Darstellung zeigt, dass seit 1866 bis 1871
im Durchschnitt jedes Jahr 32 296 Gr. Diamanten (im Maximum
40 883 Gr. im Jahre 1868) ausgeführt werden.
5. England, der mächtigste Bergwerksstaat, verschwindet vollständig
auf der Ausstellung, denn man wird nicht behaupten können,
dass die zwei Kohlenproben in dem Hauptgebäude der Ausstellung,
deren Ursprung nicht einmal .genau festgestellt werden konnte, als
Repräsentanten des grössten Steinkohlenbergbaues der Erde angesehen
werden sollen. Die Bedeutung des Districts von Cornwall ist durch
eine von dem Österreich-ungarischenConsul W. Broad veranstaltete
Sammlung zur Anschauung gebracht. Die Eisenindustrie ist durch die
Modelle des Ofens von William Siemens, in welchem derselbe direct
aus Erzen Eisen und Stahl darstellt, sowie des neuen Winderhitzungsapparats
von Th. Whitwell allerdings würdig vertreten, im Uebngen
sind die Producte der Eisenhüttenindustrie hei der Gruppe I. gar
nicht und hei der Gruppe VII. (Metallindustrie) nur in beschränktem,
der Grossindustrie des Landes nicht entsprechenden Maasse zur
Ansicht ausgestellt.
Von den englischen Colonien ist Canada, welches im Jahre
1867 in Paris eine so werthvolle Zusammenstellung seiner Producte
geliefert hatte, in Wien ganz unvertreten gebliebem Dagegen erscheint
als ganz vorzügliche Leistling die von dem Ge ol ogical Survey office
zu Calcntta bewirkte Collectivausstellung der Mineralproducte Ostindiens,
darunter Steinkohlen, Eisenerze, Steinsalz in sehr schonen
Exemplaren mit Sylvin undKieserit, sowie eine Sammlung prachtvoller
Mineralien; erläutert ist die Sammlung durch ganz vorzügliche Kartenwerke
und Druckschriften geologischen und paläontologischen Inhalts.
Von den übrigen Colonien sind zu erwähnen.
Cap der guten Hoffnung mit seiner Ausstellung der in neuester
Zeit wichtigen Vorkommnisse von Diamanten, welches theils durch lose