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Gruppe I. Section I. A. Bergbau.
durch einen Verticalschnitt in zwei Tkeile getheilt, von denen der eine versenkbar
hergestellt ist, so dass die Lagerung des Erzvorkommens und
des Nebengesteins, sowie die hier geführten Gewinnungsarbeiten ersichtlich
werden; ausserdem ist ein Horizontalschnitt durch die Ebenhöhe,
d. i. die Grenze zwischen der Innerberger und Vorderberger Berechtigung
geführt, der oberhalb dieses Schnittes liegende Theil ist zum
Abheben eingerichtet und auch auf dem Horizontalschnitt die Lageiung
eingezeichnet, so dass ein völlig klares Bild gewonnen wird. —
In dem Pavillon von Stark findet sich das Modell einer Ablagerung
von Schwarzkohlen in Böhmen, welches durch Glas und dazwischen
gespannte Fäden die Lagerungsverhältnisse veranschaulicht. — Zu erwähnen
ist hier auch das Modell des Comstockganges in Nevada
(Nordamerika) mit dem Sutro-Tunnel, welcher zu dessen Lösung
projectirt ist; der Maassstab ist indess zu klein, um eine befriedigende
Anschauung zu gewähren, obwohl beigefügte Karten unterstützend
wirken.
Ueber die Aus- und Vorrichtung sowie den Abbau der Lagerstätten
aller Art sind zahlreiche Grubenbild er in fast allen Abtheilungen
der Ausstellung ausgehängt; sie hier aufzuzählen oder nur zu erwähnen
würde den gesteckten Raum weit überschreiten. Es sei nur
bemerkt, dass das Grubenrisswesen auch in Ländern, welche sich im
Allgemeinen eines grossartigen Bergwerksbetriebes zur Zeit noch nicht
erfreuen, ausgebildet ist, wie die Grubenbilder der Quecksilbergruben von
Vall Alta in Italien, von den Kupfererzgruben des Vicomte Mason
de SanDomingos inPortugal, der Quecksilbergruben von Almaden
und der Kupfererzgruben von RioTinto in Spanien, von den Steinkohlengruben
von S. Poliakoff bei Taganrog in Russland beweisen.
I on den französischen Gruben repräsentirt sich allein die der
Gesellschaft von Grand Combe (Dep. de Gars), England ist in
dieser Beziehung gar nicht vertreten, während aus Belgien die vortrefflichen
Grubenpläne der Gesellschaften von Mariemont und Bascoup
aushängen, welche erläutert sind durch ein Relief der Tagessituation
im Maassstabe von 1 Millimeter zu 1 Meter, aus welchen zu erkennen
ist, dass die Producten- und Materialwirthschaft des gesummten
grossen Grubengebietes auf einen Punkt concentrirt äst, indem die
Producte von den einzelnen Förderschächten durch Ketten ohne Ende
dem Verladungspunkte zugeführt, während die Materialien von hier
aus nach den einzelnen Betriebspunkten vertheilt werden. — Auch in
Bezujj auf die Ausrichtung und den Abbau hat man verschiedentlich
durch Modelle der Anschauung zu Hilfe kommen wollen. Erwähnt
mögen werden das Modell eines rfeilerabbaues auf einem Rechten
im Wurmrevier bei Aachen, das Modell über den Abbau
mächtiger flötze in Böhmen im Pavillon von Stark, ganz besonders
aber die schönen vom k. k. österreichischen Finanzministerium