gg Gruppe I. Section I. A. Bergbau.
pressionsmaschine von Klinkenberg in Burtscheid ausgestellt, ist gleich
falls bekannt; sie ist leicht und bequem zu handhaben, ruht auf einem
Stativgestell und ist durch Universalgelenk im Stativ geeignet in jeder
Richtung zu bohren; sie würde sich sehr gut für die Arbeiten in der
Grube eignen, wenn nicht die Erfahrung lehrte, dass ein regelmässiges
Umsetzen des Bohrers schwer zu erreichen ist. Der Vorschub des Boh
rers muss durch den Arbeiter regulirt werden. — Von grosser Bedeu
tung scheint die Maschine von Burleigh zu werden, welche im Pa- .
villon von Mahler und Eschenbacher ausgestellt war und vor den
Augen der Jury in Thätigkeit gesetzt wurde. Sie zeichnet sich durch
besondere Einfachheit der Steuerung aus, doch muss bei ihr die V or-
schiebnng des Meisseis durch die Hand des Arbeiters erfolgen. Der
Effect der durch comprimirte Luft von drei Atmosphären Ueberdruck
betriebenen Maschine ist ein sehr vollkommener, indem 4 Zoll in der
Minute im festen Granit gebohrt wurden. Zur Benutzung beim Schacht
abteufen, d. h. zum Abwärtsbohren wird die Maschine in ein stativ
artiges Gestell eingesetzt, für den Querschlagsbetrieb dagegen in ein
säulenartiges, mit drei Füssen versehenes Gestell; beide Gestelle sind
mit Universalmuffen versehen, welche jede beliebige Stellung der Ma
schine zulassen, so dass jeder Punkt des Ortsstosses bequem mit dem
Meissei erreicht werden kann. Bemerkenswerth ist noch, dass als Boh
rer ein Kreuzmeissei angewendet wird, bei welchem die Schneiden nicht
wie gewöhnlich rechtwinklig, sondern stumpfwinklig gegen einander
stehen. Eine Maschine nach dem System von Burleigh fand sich
auch unter den Producten der Maschinenactiengesellschaft „Motala“ in
Schweden. — Sehr handlich und bequem für den Grubenbetrieb zeigte
sich die von Whitney Partners in Leeds ausgestellte Bohrma
schine, the Power Jumper genannt, welche Aehnlichkeit mit der Ma
schine’von Sachs hat, aber eine einfachere Steuerung besitzt und
durch den Arbeiter vorgeschoben werden muss. Sie ist auf einem
eisernen Stativ mit zweckmässigem Gelenkstück befestigt, welches ge
stattet, dass den Bohrlöchern in einfacher Weise jede beliebige Rich
tung gegeben werden kann. Die Maschine wird vielfach .auf den Saar
brücker Gruben benutzt. - Endlich ist die belgische Maschine von
Dubois und Frangois zu erwähnen, welche, wie die Maschine von
Sommeiller, in der Maschinenfabrik zu Seraing bei Lüttich hergestellt
ist Die besondere Steuermaschine von Sommeiller, welche diese
schwerfällig macht, ist hier in Wegfall gekommen, der Vorschub wird
durch den Arbeiter bewirkt, während die Bewegung des Steuerschie
bers und die Umdrehung des Bohrers von zwei in einem besondere
Cylinder luftdicht eingepassten Kolben hergeleitet werden. Die Ma
schine steht auf den belgischen Gruben mehrfach in Anwendung und
hat auch bei der Concurrenz für den Betrieb des Gotthard-Tunnels den
Vorzug erhalten. Auf dem Wagengestell sind mehrere Maschinen, 2 bis 4,