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Full text: Amtlicher Bericht über die Wiener Weltausstellung im Jahre 1873 - Erstes Heft

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Gruppe I. Section I. A. Bergbau. 
ohne Ende ausgestellt, welche sich durch ihre Länge von 3200 m vor 
anderen derartigen Einrichtungen auszeichnet; die Förderung ist seit 
Deeember 1872 ungestört im Gange. Die Bahn hat mannigfache Curven 
und Neigungen, welche durch sorgfältige Leitung und durch massige 
Geschwindigkeit von 1*5 m in der Secunde überwunden werden. Man 
hat die Kette wegen ihrer grossem Dauer dem Seil vorgezogen, weil 
man annimmt, dass jene 12 Jahre halten wird, während man diesem 
nur eine Dauer von 18 Monaten zuspricht. Die Kosten der Förderung 
einschliesslich der Verzinsung und Amortisation des Anlagecapitals 
betragen für 1 Tonne (20 Ctr.) auf 1 Km 31/2 Centimes. Ein Telegraph, 
welcher alle 80 m eine Ausschaltung hat, dient zur Signalführung. 
Auf den Gruben von Mariemont in Belgien hat man, wie eine 
ausgehängte Zeichnung darthut, eine selbstthätige horizontale 
Förderung durch den auf einer geneigten Ebene herabgehenden be 
ladenen Wagen mittelst Kette ohne Ende bewirkt. Auf 1 m verticaler 
Höhe'der geneigten Ebene kann eine Länge vor 20’83 m horizontal 
gefördert werden, so dass eine 89 m vertical hohe geneigte Ebene eine 
horizontale Förderung von 1853 m besorgen kann, wobei der horizon 
tale Weg theils gerade, theils in Curven von 800 bis 1000 m Radius 
läuft. Die Einrichtung findet sich übrigens mehr oder weniger ausge 
bildet auch in anderen Bergrevieren, wie bei Saarbrücken und in Ober 
schlesien. 
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2. Schachtförderung. 
Fördermaschinen mit variabler Expansion sind mittelst 
Zeichnung von der Vereiuigungsgesellschaft im Wurmrevier bei Aachen, 
mittelst Modell von Guinotte in der belgischen Abtheilung, von der 
k. k. österreichischen Staatseisenbahngesellschaft, für die Steinkohlen 
gruben bei Kladno in Böhmen bestimmt, sowie bei einer Locomotive 
in der belgischen Abtheilung (Gruppe XIII.) im Original ausgestellt. 
Diese Expansion bewirkt eine bedeutende Brennmaterialersparung, be 
seitigt jede Unzuträglichkeit beim Umsteuern und Anheben und erleich 
tert dem Maschinenwärter die Mühe in diesen wichtigen Momenten der 
Förderung. v 
An einem von dem Bergverwalter Ignaz Schmued in Leoben 
gefertigten Modell einer Förderanlage finden sich Seilscheiben mit 
trapezförmiger Spur, deren Fütterung aus Hirnholz besteht, welches 
seitwärts in einzelnen zusammengepassten Stückchen eingebracht wird, 
indem man eine Deckplatte von dem Spurkränze abnimmt. 
Ueber die zweckmässigste Whhl einer Fangvorrichtung konnte 
auch diese Ausstellung keine Entscheidung treffen. An den Vorrichtun 
gen der k. k. Österreich. Staatseisenbahn-Gesfellschaft findet sich die Fang 
vorrichtung von Fontaine mit einer Wagenfeder, bei denen derDonau- 
dampfschifffahrts-Gesellschaft in Fünfkirchen die von Whit & Grant. —
	        
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