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Full text: Amtlicher Bericht über die Wiener Weltausstellung im Jahre 1873 - Erstes Heft

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Wasserhaltung. 
mit sich führt. Diese Aufgabe ist durch den Apparat von Rouquay- 
rol-Denayrouze gelöst, welcher von der Firma L. v.Bremen & Co. 
zu Kiel augefertigt wird und ausgestellt ist. Hier kann das Reserven 
viel compendiöser sein und gestattet ausserdem einen drei- und mehr 
stündigen Aufenthalt in den sonst unbetretbaren Räumen. Der schon 
seit der Ausstellung in Paris bekannte Apparat ist in neuerer Zeit 
wesentlich verbessert und zugleich so hergerichtet, dass auch die von 
dem Arbeiter mitgeführte Sicherheitslampe mit frischer Luft gespeist 
werden kann, so dass auch in Bezug auf Beleuchtung allen Erforder 
nissen genügt ist. Ausgedehnte Versuche auf den Gruben bei Saar 
brücken und in Westfalen haben die grosse Zweckmässigkeit dieses 
Apparats bewährt, dessen Anschaffung keine mit schlagenden, brandigen 
oder sonst schlechten Wettern behaftete Grube versäumen sollte. Auch 
für Arbeiten unter Wasser sind ähnliche Apparate hergerichtet und 
ausgestellt, welche sich gleichfalls bereits bewährt haben irnd sich durch 
ihre Leichtigkeit, Sicherheit und die geringe Belästigung, welche sie 
für den Arbeiter veranlassen, vor den in der englischen Abtheilung 
sowie von der Actiengesellschaft „Vulcan“ in Königsberg i. Pr. ausge 
stellten Taucherapparaten vortheilhaft auszeichnen. Mahler und 
Eschenbacher haben für den Aufenthalt in schlechten Wettern einen 
Respirator ausgestellt, welcher aus Wolle, Kohle und Glycerin präpa- 
rirt ist und von dem Arbeiter vor den Mund genommen wird. 
IX. w ässerhaltun g. 
Ueber das zweckmässigste System der Wasserhaltungsdampf 
maschine ist die Entscheidung der Berg-und Maschinentechniker noch 
nicht getroffen. Die Ausstellung zeigt sämmtliche denkbare Construc- 
tionen durch Zeichnungen dargestellt. Während die Kohlengesellschaft 
von Mariemont und Bascoup eine rotirende eincylindrige Wasser 
haltungsmaschine mit Balancier und Vio Expansion empfiehlt, vou 
, der Ferdinandgrube in Oberschlesien eine von dem Maschinenfabrikanten 
Hoppe in Berlin construirte Woolfsche Maschine von 500 Pferde 
kräften gleichfalls mit Balancier ausgestellt ist, zeigt die Zeichnung, 
welche von der fiscalischen Königin-Luise-Grube bei Zabrze in Ober 
schlesien ausgehängt ist, die Anwendung der doppelt und direct 
wirkenden Maschinen, von Ehrhardt construirt, welche sich durch 
Compendiosität und die vortheilhafte Verwendung eines eisernen Ge 
stänges auszeichnet. Diesen älteren Maschinen anlagen gegenüber macht 
sich jetzt fast überall die Meinung geltend, dass die unterirdisch 
aufgestellten Pumpen, welche nach Cameron’s Princip vou 
Tangye Brothers & Co. in Birmingham gebaut sind, vor allen den
	        
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