2. Andere Lehrmittel.
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18. Schwicker J. H., „Heimatkunde von Ungarn.” Wien, Pichler.
19. Steinhäuser A. „Geographie von Oesterreich-Ungarn.” Prag, Tempsky
1872.
20. Wanek W. „Vaterlandskunde von Mähren.” Dasselbe cechisch. Holzel,
Wien und Olmütz.
21. Werner K. „Heimatkunde von Böhmen.” Wien, Pichler.
22. Ziegl. „Erdbeschreibung.” Im Selbstverläge. Wien.
23. Ziegl. „Heimatkunde von Mederösterreich.” Selbstverlag. Wien.
Um mehr Einheit in den geographischen Unterricht zu bringen, veröffent
lichte das Ministerium für Cultus und Unterricht in seinem Verordnungsblatte
(vom 1. Mai d. J.) ein Verzeichniss der für den Unterricht in der Geographie
an Volks- und Bürgerschulen allein zulässigen Lehrbücher. Dasselbe enthält
nachfolgende Werke:
1. Ergenzinger Jul. „Heimatkunde: Wien, Mederösterreich.” Wien 1871.
Gerold. 55 kr. (für die Bürgerschulen in Nieder Österreich).
2. Haselbach K., Dr. „Lehrbuch der Geographie für Mittelschulen.” Wien
1870. A. Holder. 72 kr.
3. Knappe J. „Grundriss der Geographie.” Prag 1869. 80 kr.
4. Kozenn B. „Erdbeschreibung für Volksschulen.” 2. Auflage. Wien 1870.
Holzel. 24 kr.
5. Kozenn B. „Leitfaden der Geographie für Mittelschulen der österr. ungar.
Monarchie.” 2. Aufl. 1870. Hölzel, Wien und Olmütz. 80 kr.
2. Andere Lehrmittel.
Bericht vom kaiserlichen Käthe Anton Steinhäuser in Wien.
Die Reorganisation des gesammten Unterrichtswesens (1850) brachte ver
änderte Grundsätze für den methodischen Vortrag der Geographie mit sich, zu
deren Durchführung die bisher gebrauchten Bücher, Karten, Globen etc. nicht
genügten, und da neue, den Anforderungen des Anschauungs - Unterrichtes und
der methodischen Behandlung entsprechende nicht so schnell beschafft werden
konnten, so mussten die Erzeugnisse der Nachbarstaaten Aushilfe leisten. Aus
diesem Grunde gelangten die musterhaften Wandkarten von E. v. Sydow, die
Karten zur alten Geschichte von H. Kiepert, die Schulatlanten von Stieler,
Sydow und Kiepert, die Globen von Adami, die Tellurien von Grimm, der
Netzatlas von Vogel u. a. zur Anwendung in den österreichischen Mittel
schulen, was die gute Folge hatte, dass man für die eigene Herstellung mit
guten Vorbildern bekannt wurde. Auch andere weniger gute Producte des
Auslandes fanden ihrer Wohlfeilheit wegen Eingang, und viele Firmen beeilten
sich durch Beifügung von Karten österreichischer Kronländer die Atlanten ihres
Verlags für unsere Schulen zu adaptiren. Es dauerte geraume Zeit bis die
Privatindustrie Oesterreichs sich auf dem Gebiete der Wand- und Schülerkarten
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