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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

2. Andere Lehrmittel. 
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I. Pläne und Karten zur Heimatskunde. 
Die immer mehr sich Bahn brechende synthetische Methode geht vom 
Bekannten (der Heimat und ihrer Umgebung) zum Unbekannten (zum Vater 
lande, zum Staate, zu den Nachbarländern, endlich zu den Erdtheilen) über und 
schliesst mit einer Uebersicht des Erdganzen (Globus) und dessen kosmischer 
Stellung. Damit verbindet sich naturgemäss die Erklärung der geographischen 
Begriffe (Terminologie), die Lehre vom verjüngten Massstabe, das Lesen der 
Karten und die Erwerbung einer, der ersten Bildungsstufe angemessenen topi 
schen Kenntniss der Erdoberfläche. 
Den vorerwähnten Stufengang sehen wir vollständig durchgeführt in dem 
von der k. k. Lehrer-Bildungsanstalt in Botzen eingesendeton Hefte (11 Blät 
ter), in dem sich Pläne des Schulzimmers, des Schulhauses, der Schulumgehung, 
der Stadt, der Gegend ringsum auf einige Meilen, endlich des Landes Tirol 
(2 Blätter) in sehr netter Ausführung befinden. 
Hieher gehören auch die in grossen (aber in verschiedenen) Massstäben 
gezeichneten Bezirkskarten von Neu-Paka von Joseph Masek; desselben 
Autors Karte des Jiöiner Kreises, beide auf Art des Tapetendruckes aus- 
gefiihrt und auf weite Entfernung berechnet. 
An die Wandkarte von Neu-Paka schliesst sich eine zweite nach den 
geologischen Formationen colorirte und mit zwei Profilen und Höhenangaben 
in Metern versehene von Zemann. Eerner wurden eingesendet: 
Die Schulwandkarten der Bezirke Turnau (in Verbindung mit Plänen 
der Volks- und Gewerbeschule), Landskron (vom Schüler Kolar), Eule (von 
Morawetz, ohne Terrainangabe), Trautenau, Moldauthein (auf schwarzem 
Grunde, Orte roth, Strassen und Schrift weiss, Gewässer blau), Blattna, Aussig 
(vom Lehrer Gierschek), Neustadt a. d. Mettau, Nachod (nebst den Katastral- 
plan des Ortes und einer Forstkarte) und Dobris, letztere eine topographische, 
vom Lehrer Poper im Masse der Militäraufnahme (1865) ausgeführte und von 
einem Plane der Umgebung im halben Katastralmasse (1864) begleitete Karte. 
Die Mehrzahl dieser Karten sind in öechischer Sprache beschrieben, weil 
diese die Unterrichtssprache der betreffenden Schulen ist. 
Die ersten Heimatkarten von mehreren Bezirken des Leitmeritzer 
Kreises datiren vom Jahre 1851. In diese Kategorie fallen auch die Pläne von 
Olmütz, gezeichnet vom Lehrkörper der städtischen Töchterschule, und 
Krakau vom Volksschullehrer Radnicki. 
n. Sehulwandkarten. 
a) Wandkarten zur Heimatkunde. 
In diese Unterabtheilung kommen die Wandkarten der Kronländer der 
Monarchie zu stehen, an welchen sich sowohl der Privatfleiss der Lehrkörper, 
als die Unternehmungslust mehrerer Verlagshandlungen betheiligt hat. 
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