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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

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Volks- und Bürgerschulen. IX. Unterricht im Schreiben. 
Einzelne Schüler haben ganz gute Handschriften geliefert; besser wäre es 
gewesen, die Schüler aus der 4. Classe in der Eracturschrift nicht zu üben. 
Oberösterreieh. Die evangelische Schule zu Efferding, welche zwei- 
classig ist, jedoch in 8 Ahtheilungen unterrichtet, sendete, insbesondere aus den 
höheren Abtheilungen, recht befriedigende Erfolge des Schreibunterrichtes ein. 
Die Volksschule zu Wels, welche mit der Bürgerschule vereinigt ist, 
übermittelte Schriftproben, ohne die Classen, denen sie entstammen, näher zu 
bezeichnen. Diese Schriften sind im Durchschnitte recht gut, doch fällt bei 
vielen derselben auf, dass wenig auf den stetigen Zusammenhang der aufeinan 
der folgenden Buchstaben gesehen wurde. 
Salzburg. Aus diesem Kronlande hat nur die zweiclassige Volksschule 
zu Alm, im Schulbezirke Zell am See, Probeschriften eingesendet. Merkliche 
Fortschritte im Schreibunterrichte zeigen Proben der Schüler aus den höheren 
Schuljahren nicht. 
Böhmen ist durch Schülerschriften am zahlreichsten vertreten. Es liegen 
Schriftproben vor aus den Stadt- und Landschulen von Alt-Thein, Arnsdorf, 
Aussig, Beraun, Böhmischbrod, Budyn a. d. Eger, Chwaterub, Gräber, Grossaupa, 
Hirschau, Kaile, Karlsbad, Kolin, Kuttenberg, Markausch, Heu-ByZow, Ober- 
Altstadt, Opocne, Pardubitz, Pilnikau, Polna, Prag (höhere Töchterschule 
Bitter), Reichenberg (2 Schulen), Schönpriesen, Theresienstadt, Trübau, Vilimow, 
W arnsdorf. 
Die Leistungen der Schüler sind fast durchweg anerkennenswerth; beson 
ders hervorzuheben sind die von Aussig, Pilnikau, der Christianstädter Schule 
in Reichenberg und den Schulen in Opocne und Warnsdorf. 
Als mangelhaft erweist sich der Schreibunterricht in Grossaupa, Karlsbad, 
Kolin, Pardubitz, an der Altstädter Schule in Reichenberg und in Böhmisch- 
Triibau. Ott sind die Schriftcharaktere so ungleich, dass man auf eine bedauer 
liche Verschiedenheit des Unterrichtes schliessen muss. 
Mähren. Aus diesem Kronlande hat nur die Volksschule zu Tischnowitz 
Schriftproben ihrer Schüler vorgelegt. Die Leistungen der Schüler aus der 
2. Classe sind wohl nicht gleichförmig, dagegen sind die aus der 3. Classe gut, 
und aus der 4. Classe mitunter auch sehr gut. 
Galizien. Krakau hat die gewöhnlichen Schreibtheken aus den 4 Classen 
der Schule im bischöflichen Palais eingesendet, welche besonders in der Latein 
schrift gute Erfolge zeigen. Auch aus anderen Schulen Krakau’s liegen recht 
befriedigende Fortschritte im Schreibunterrichte vor. 
Schlesien. Die Einsendungen aus diesem Kronlande zeichnen sich nicht 
nur durch die im Allgemeinen befriedigenden Erfolge des Schreibunterrichtes, 
sondern auch durch die gehörig geordneten auf Schulen bezüglichen Hach- 
weisungen aus. 
Es liegen Schülerschriften vor aus den Schulen von Altstadt, Aubeln, 
Bennisch, Ebersdorf, Engelsberg, Freudenthal, Freiwaldau, Jaklar, Jauernig
	        
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