2. Lehrmittel.
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des Klein’schon Schreib - Apparates. Kerner, ausser den gewöhnlichen Hilfs
mitteln zur Versinnlichung der Zahlen-Unterschiede durch Gegenstände der
nächsten Umgebung und aus dein Kenntnisskreis der Blinden, die Vorrich
tungen mit Zählkugeln, Theilungsstäbe, Rechenkasten mit durchlöchertem
Deckel und gestielten Ziffern oder einfachen Kuppen u. dgl.
d) Für Geometrie: Wachsstockfaden zur Herstellung tastbarer, plani-
metrischer Figuren. Die Hebold’sche Scheibe mit Randeinschnitten, einer mit
Messingknöpfen auf derselben ausgesteckten Kreislinie und einem Bindfaden zur
Ziehung von Linien zu geometrischen Figuren (Berlin und Barby). Geometrische
Körper aus Pappe und Holz (Wien).
e) Für Geographie: Freisauff, F. v.: Ektypographischer Schulatlas, Wien
Schrämbl. — Glötzl’s Schulkarten der Sehenden, mittelst fester Masse ektypo-
graphisch hergestellt in Wien — Ravenstein, A.: Relief-Atlas (Frankfurt
am Main, Dondorf). — Kummer’s Planirelief-Karten ('Berlin). —- Die bei
E. Schotte in Berlin aus Steinpappe erzeugten leichten Reliefgloben; die eben
daselbst verfertigten leichten und dauerhaften Reliefkarten und die sehr künst
lich construirten Tellurien und Lunarien. Magnetnadel für Blinde und Compass
(Wien, Lenoir).
f) Für Naturgeschichte: Frische Pflanzen und Pflanzentheile aus der
nächsten Umgebung; Blattformen, tastbar dargestellt von J. Glötzl in Wien;
Gegenstände des Pflanzenreiches, ektypographisch 'dargestellt von demselben;
das sogenannte „Allerlei” für Blinde, von Friedrich Entlicher in Wien zusam
men gestellt; Krystalle, Mineralien, Thiermodelle.
g) Für Naturlehre: Thermometer, Hebel, Wage, Wellrad, Rolle, Flaschen
zug, Schraube, Pendel, Barometer, Galaktometer, Blasebalg, Pumpe, Pfeife,
Magnet, Elektrisirmaschine mit entsprechenden Zuthaten, Volta’sche Säule,
Morse’scher Telegraphen-Apparat mit Smee’scher Batterie, sämmtlich Wiener
Erzeugnisse.
h) Für Turnen: Die für Blinde verwendbaren Geräthe nach den Ent
würfen und Zeichnungen des "Wiener Turnlehrers Franz Wostry: Barren,
Reck, Leiter- und Klettergerüst mit Seil, Stange und Mast, ferner Rundlauf,
Stäbe, Hanteln, Zugseil, Springschnur.
i) Für Musik-Unterricht: Relief-Kotenschule nach dem Notensystem für
Sehende ('Wien). Dieselbe Schule in tastbarer Handschrift von den Wiener
Blindenlehrern Fohleutner und Glötzl. Neueste Noten-Lese- und Schreib
methode mit Anwendung der Klein’schen Stacheltyppen, von dem blinden
Kammervirtuosen in Wien, Joseph Labor. — Colard-Vienot’s Koten- und
Buchstaben - Schreibmaschine aus Paris (Flachschrift mittelst abfärbenden Papiers).
Musik-Instrumente: Clavier und Orgel ("Wien), Pedal-Harmonium (Stuttgart),
Streich-Instrumente (K. S. Schmidt in Wien), Holz-Blaseinstrumente (L. Uhl
mann, St. Koch, Johann Ziegler in Wien), Blech-Blaseinstrumente (L. Uhlmann
m Wien), Zithern (A. Kiendl in Wien), Harfen (Franz Brunner in Wien).