3. Ausstellungs-Gegenstände.
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Messingdraht belegt und die an denselben liegenden Orte mit Nagelkuppen
bezeichnet, deren Grösse nach der Einwohnerzahl und sonstigen Wichtigkeit
derselben verschieden ist. Die Gränzen und anliegenden Länder sind durch
Nadelstiche und Nadelschrift kennbar gemacht. Die Darstellung des Eisenbahnnetzes
ist eine eben so einfache als natürliche und muss eine willkommene
Zugabe zu den für Blinde in ähnlicher Weise hergestellten Schulkarten
genannt werden.
9. Zum Vergleiche eine auf ähnliche Weise tastbar gemachte Karte, deren
sich die blinde Therese von Paradies im vorigen Jahrhundert noch vor der
Einführung des allgemeinen Blinden-Unterrichtes bediente und die in ihrer
Art als Incunabel betrachtet werden kann.
10. Das „Allerlei” für Blinde, eine Mustersammlung von Natur- und
Kunstproducten, in einem Eächerkasten in systematischer Ordnung zum Erkennen
mittelst des Tastsinnes oder der übrigen Sinne des Blinden und zur
ITebung derselben, zusammengestellt von Friedrich Entlicher in Wien; ein
für den Blinden-TInterricht unentbehrliches, von jedem Blindenlehrer als
wichtig anerkanntes Lehrmittel für die Erweiterung des Kenntnisskreises
der Blinden im Allgemeinen, sowie zur Unterstützung des Unterrichtes im
Besonderen.
11. Blattformen, tastbar dargestellt von Joseph Glötzl, und
12. Gegenstände aus dem Pflanzenreiche zur Unterstützung des naturhistorischen
Unterrichtes, mittelst Masse ektypographirt von demselben.
13. Bild unter Glas und Rahmen, darstellend Turngeräthe des k. k. Blinden-Erziehunginstitutes
in Wien, von dem Turnlehrer desselben, Herrn Franz
Wostry, entworfen und gezeichnet, in einem Bau und einer Zusammenstellung,
in denen sich die Rücksichten der Raumersparung am Turnplätze ebenso, wie
die der Zweckmässigkeit für den Unterricht und die mehrfachen Uebungen
unter den Augen des Lehrers in ganz entsprechender Weise vereinigen,
und die sich im Gebrauche derart bewährt haben, dass sie allen Blinden-Anstalten
empfohlen zu werden verdienen.
14. Das Notensystem der Sehenden im Reliefdruck für Blinde und
15. dasselbe, mit Masseschrift hergestellt von Joseph Glötzl, die sich zum
Gebrauche beim Musikunterrichte sehr empfehlen.
16. Colard Vienot’s Noten-Schreibmaschine zur Erzeugung einer flachen,
nicht tastbaren Schrift, ein sehr sinnreich construirter Apparat, der eben nichts
zu wünschen übrig lässt, als die Tastbarkeit der Schrift.
17. Noten aus Holz auf einem Brett mit Löchern und Drahtlinien, deren
sich die oben erwähnte Therese von Paradies bei ihren musikalischen
Studien und Uebungen bediente, die nunmehr aber bloss als Schaustück aus der
Vorzeit des Blindenunterrichtes aufbewahrt werden.
18. Apparat zum Unterrichte und zur Uebung blinder Clavierstimmer im
Aufziehen der Saiten, ein Modell des Saitengerüstes im Olavier, um die bezügii.
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