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Full text : Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

3.  Ausstellungs-Gegenstände.

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Messingdraht  belegt  und  die  an  denselben  liegenden  Orte  mit  Nagelkuppen
bezeichnet,  deren  Grösse  nach  der  Einwohnerzahl  und  sonstigen  Wichtigkeit
derselben  verschieden  ist.  Die  Gränzen  und  anliegenden  Länder  sind  durch
Nadelstiche  und  Nadelschrift  kennbar  gemacht.  Die  Darstellung  des  Eisenbahnnetzes ­
  ist  eine  eben  so  einfache  als  natürliche  und  muss  eine  willkommene ­
  Zugabe  zu  den  für  Blinde  in  ähnlicher  Weise  hergestellten  Schulkarten
genannt  werden.
9.  Zum  Vergleiche  eine  auf  ähnliche  Weise  tastbar  gemachte  Karte,  deren
sich  die  blinde  Therese  von  Paradies  im  vorigen  Jahrhundert  noch  vor  der
Einführung  des  allgemeinen  Blinden-Unterrichtes  bediente  und  die  in  ihrer
Art  als  Incunabel  betrachtet  werden  kann.
10.  Das  „Allerlei”  für  Blinde,  eine  Mustersammlung  von  Natur-  und
Kunstproducten,  in  einem  Eächerkasten  in  systematischer  Ordnung  zum  Erkennen ­
  mittelst  des  Tastsinnes  oder  der  übrigen  Sinne  des  Blinden  und  zur
ITebung  derselben,  zusammengestellt  von  Friedrich  Entlicher  in  Wien;  ein
für  den  Blinden-TInterricht  unentbehrliches,  von  jedem  Blindenlehrer  als
wichtig  anerkanntes  Lehrmittel  für  die  Erweiterung  des  Kenntnisskreises
der  Blinden  im  Allgemeinen,  sowie  zur  Unterstützung  des  Unterrichtes  im
Besonderen.
11.  Blattformen,  tastbar  dargestellt  von  Joseph  Glötzl,  und
12.  Gegenstände  aus  dem  Pflanzenreiche  zur  Unterstützung  des  naturhistorischen ­
  Unterrichtes,  mittelst  Masse  ektypographirt  von  demselben.
13.  Bild  unter  Glas  und  Rahmen,  darstellend  Turngeräthe  des  k.  k.  Blinden-Erziehunginstitutes
  in  Wien,  von  dem  Turnlehrer  desselben,  Herrn  Franz
Wostry,  entworfen  und  gezeichnet,  in  einem  Bau  und  einer  Zusammenstellung,
in  denen  sich  die  Rücksichten  der  Raumersparung  am  Turnplätze  ebenso,  wie
die  der  Zweckmässigkeit  für  den  Unterricht  und  die  mehrfachen  Uebungen
unter  den  Augen  des  Lehrers  in  ganz  entsprechender  Weise  vereinigen,
und  die  sich  im  Gebrauche  derart  bewährt  haben,  dass  sie  allen  Blinden-Anstalten
  empfohlen  zu  werden  verdienen.
14.  Das  Notensystem  der  Sehenden  im  Reliefdruck  für  Blinde  und
15.  dasselbe,  mit  Masseschrift  hergestellt  von  Joseph  Glötzl,  die  sich  zum
Gebrauche  beim  Musikunterrichte  sehr  empfehlen.
16.  Colard  Vienot’s  Noten-Schreibmaschine  zur  Erzeugung  einer  flachen,
nicht  tastbaren  Schrift,  ein  sehr  sinnreich  construirter  Apparat,  der  eben  nichts
zu  wünschen  übrig  lässt,  als  die  Tastbarkeit  der  Schrift.
17.  Noten  aus  Holz  auf  einem  Brett  mit  Löchern  und  Drahtlinien,  deren
sich  die  oben  erwähnte  Therese  von  Paradies  bei  ihren  musikalischen
Studien  und  Uebungen  bediente,  die  nunmehr  aber  bloss  als  Schaustück  aus  der
Vorzeit  des  Blindenunterrichtes  aufbewahrt  werden.
18.  Apparat  zum  Unterrichte  und  zur  Uebung  blinder  Clavierstimmer  im
Aufziehen  der  Saiten,  ein  Modell  des  Saitengerüstes  im  Olavier,  um  die  bezügii.
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