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Volks- und Bürgerschulen: XIII. Blindenunterricht.
8. Anschauliche Darstellung der Papier-Fabrication.
9. Darstellung der menschlichen Organe bei Hervorbringung der verschie
denen Sprachlaute, eine Sammlung von colorirten Abbildungen; sehr
instructiv für Lehrer und Schüler bei Entwicklung der Laute.
10. Dore’s „Bilderbibel”.
11. Folgende Bilderwerke zum Anschauungs - Unterrichte in Taubstummen-
Schulen: Bildersammlung von Hill, 24 Tafeln. — 20 methodische Bilder
bogen von Reimer und Wilke. — 30 Werkstätten der Handwerker.
Schreiber in Esslingen.
b) Landschaftliches Taubstummen-Institut in Graz. 1. Zeichnun
gen, 2. Probeschriften. Beide geben ein Zeugniss von der Sorgfalt,
mit der auch in diesem Institute die Ausbildung der Zöglinge angestrebt wird;
besonders erstere zeigen in vielen Blättern eine überraschende Fertigkeit der
Schüler und eine Vollendung der Ausführung, die der Anstalt zum Lobe
gereichen.
Dasselbe gilt von den Zöglingsarbeiten, wie den „Holzschnitzarbeiten”
der Knaben und der „Handarbeiten” der Mädchen.
c) Taubstummen-Institut in Brünn,. 1. Lehrmittel zum liturgischen
Unterrichte. 2. Zeichnungen der Schüler. Erstere bestehen in Nach
bildungen (en miniature) aller priesterlichen Gewänder und kirchlichen Gegen
stände, und haben den Zweck, die taubstummen Zöglinge mit Namen und
Bedeutung derselben, sowie mit dem Verlaufe der gottesdienstlichen Handlungen
überhaupt bekannt zu machen.
Letztere bekunden das Streben, jedes schlummernde Talent zu wecken
und es vielleicht auf einen ihm entsprechenden Beruf vorzubereiten; die min
der Begabten aber durch Uebung des Auges und der Hand, durch Erweckung
des Schönheitsgefühls eine nicht unwichtige Vorbereitung für die verschieden
sten Erwerbszweige mitzugeben. Wir finden unter den Zeichnungen der Schüler
manche Leistungen, die durch Feinheit der Ausführung und Schönheit der Mus
ter überraschen.
Ausserdem liegen aus diesem Institut eine „Bilderfibel” zum Gebrauche
für den Anfangs-Unterricht (cechisch) und mehrere Jahresberichte vor.