A. Im Unter-Gymnasium. 2. Grammatische Lehrbücher.
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2. Grammatische Lehrbücher.
1. Wurst R. I.: „Praktische Sprachdenklehre für Volksschulen und die Ele-
mentarclassen der Gymnasial- und Real-Anstalten.” Rach Bccker’s Ansichten
über die Behandlung des Unterrichtes in der Muttersprache. (Stuttgart.
K. Mäcken.) Das Buch ist im Organisations-Entwürfe vom Jahre 1849 als:
„nicht unpassend zur Einführung in die Schulen” bezeichnet.
2. Becker K. F. Dr.: Leitfaden für den ersten Unterricht in der Grammatik.
Frankfurt a. M. Verlag von Kettenbeil.) Im Organisations-Entwürfe an
geführt als: „im Ganzen angemessen zur Einführung” in die Schulen.
3. Becker K. F. Dr.: „Auszug aus der Grammatik der deutschen Sprache.”
(Frankfurt a. M. Kettenbeil.)
Die bisher verzeichneten Sprachlehren, der sogenannten rationa
listischen Richtung angehörend, sind zwar im Organisations-Entwürfe,
also zu einer Zeit, wo die Unterrichts-Methode im Deutschen noch
wenig abgeklärt war, zum Schulgebrauche empfohlen, und wurden
an mehreren Anstalten eingeführt; sie blieben jedoch nirgends über
die ersteren Jahre der Gymnasial-Reform hinaus im Gebrauche.
4. Hurtel I. M.: „Deutsche Sprachlehre für Anfänger.” Zur Vorbereitung
für den ausführlichen Unterricht in der deutschen Sprache an den Real
oder höheren Bürgerschulen. (Wien. K. Gerold.) Schon lange ganz ausser
Gebrauch.
5. Schinnagl Maurus: „Leitfaden beim Unterrichte in der deutschen Formen-
und Satzlehre für die unteren Olassen der Gymnasien und Realschulen nach
den neuesten Sprachbüchern bearbeitet.” (Wien. Fr. Beck’s Verlags-Buch
handlung.) Berücksichtigt als Elementargrammatik hauptsächlich das für
das Erlernen fremder Sprachen, namentlich der lateinischen Sprache, prak
tische Bedürfniss.
6. Götzinger M. W.: „Die Anfangsgründe der deutschen Sprachlehre in
Regeln und Aufgaben.” (Leipzig. Hartknoch.) Rieht mehr im Gebrauche.
7. Heyse I. C. A.: „Leitfaden zum gründlichen Unterricht in der deutschen
Sprache für höhere und niedere Schulen nach den grösseren Lehrbüchern
der deutschen Sprache.” (Hannover. Hahn.)
8. Hoffmann K. A.: „Reuhochdeutsche Elementargrammatik. Mit Rücksicht
auf die Grundsätze der historischen Grammatik bearbeitet.” (Clausthal.
Verlag der Grosse’schen Buchhandlung.) Allgemein approbirt.
9. Bauer Friedrich: „Grundzüge der neuhochdeutschen Grammatik für höhere
Bildungsanstalten.” (Rördlingen. Beck’sche Buchhandlung.)
Die Tendenz des Lehrbuches ist: die Ergebnisse der historischen
Schule in einer dem Bedürfnisse und der Fassungskraft der Jugend
angemessenen Form der Jugend zugänglich zu machen. Für die
logische Behandlung der Sprache ist K. F. Becker zum Führer genom
men, in der Lautlehre und Orthographie R. von Raumer; die etymologi-