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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

A. Im Unter-Gymnasium. 2. Grammatische Lehrbücher. 
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2. Grammatische Lehrbücher. 
1. Wurst R. I.: „Praktische Sprachdenklehre für Volksschulen und die Ele- 
mentarclassen der Gymnasial- und Real-Anstalten.” Rach Bccker’s Ansichten 
über die Behandlung des Unterrichtes in der Muttersprache. (Stuttgart. 
K. Mäcken.) Das Buch ist im Organisations-Entwürfe vom Jahre 1849 als: 
„nicht unpassend zur Einführung in die Schulen” bezeichnet. 
2. Becker K. F. Dr.: Leitfaden für den ersten Unterricht in der Grammatik. 
Frankfurt a. M. Verlag von Kettenbeil.) Im Organisations-Entwürfe an 
geführt als: „im Ganzen angemessen zur Einführung” in die Schulen. 
3. Becker K. F. Dr.: „Auszug aus der Grammatik der deutschen Sprache.” 
(Frankfurt a. M. Kettenbeil.) 
Die bisher verzeichneten Sprachlehren, der sogenannten rationa 
listischen Richtung angehörend, sind zwar im Organisations-Entwürfe, 
also zu einer Zeit, wo die Unterrichts-Methode im Deutschen noch 
wenig abgeklärt war, zum Schulgebrauche empfohlen, und wurden 
an mehreren Anstalten eingeführt; sie blieben jedoch nirgends über 
die ersteren Jahre der Gymnasial-Reform hinaus im Gebrauche. 
4. Hurtel I. M.: „Deutsche Sprachlehre für Anfänger.” Zur Vorbereitung 
für den ausführlichen Unterricht in der deutschen Sprache an den Real 
oder höheren Bürgerschulen. (Wien. K. Gerold.) Schon lange ganz ausser 
Gebrauch. 
5. Schinnagl Maurus: „Leitfaden beim Unterrichte in der deutschen Formen- 
und Satzlehre für die unteren Olassen der Gymnasien und Realschulen nach 
den neuesten Sprachbüchern bearbeitet.” (Wien. Fr. Beck’s Verlags-Buch 
handlung.) Berücksichtigt als Elementargrammatik hauptsächlich das für 
das Erlernen fremder Sprachen, namentlich der lateinischen Sprache, prak 
tische Bedürfniss. 
6. Götzinger M. W.: „Die Anfangsgründe der deutschen Sprachlehre in 
Regeln und Aufgaben.” (Leipzig. Hartknoch.) Rieht mehr im Gebrauche. 
7. Heyse I. C. A.: „Leitfaden zum gründlichen Unterricht in der deutschen 
Sprache für höhere und niedere Schulen nach den grösseren Lehrbüchern 
der deutschen Sprache.” (Hannover. Hahn.) 
8. Hoffmann K. A.: „Reuhochdeutsche Elementargrammatik. Mit Rücksicht 
auf die Grundsätze der historischen Grammatik bearbeitet.” (Clausthal. 
Verlag der Grosse’schen Buchhandlung.) Allgemein approbirt. 
9. Bauer Friedrich: „Grundzüge der neuhochdeutschen Grammatik für höhere 
Bildungsanstalten.” (Rördlingen. Beck’sche Buchhandlung.) 
Die Tendenz des Lehrbuches ist: die Ergebnisse der historischen 
Schule in einer dem Bedürfnisse und der Fassungskraft der Jugend 
angemessenen Form der Jugend zugänglich zu machen. Für die 
logische Behandlung der Sprache ist K. F. Becker zum Führer genom 
men, in der Lautlehre und Orthographie R. von Raumer; die etymologi-
	        
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