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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

246 Mittelschulen: II. Deutsche Sprache und Literatur. 
sehen Bestimmungen beruhen fast ganz auf R. Weigands deutschem 
W örterbuche. 
Das Buch ist für sämmtliche österreichische Mittelschulen zulässig, 
seitdem von demselben eine für Oesterreich bestimmte Sonderausgabe 
erschienen ist, deren Unterschied von der anderen Ausgabe lediglich 
auf einzelnen Beispielen und Citaten beruht, die hei der Einführung in 
die höheren Schulen der ganzen österreichischen Monarchie wegen des 
gemischten Charakters dieser Schulen die oberste Unterrichtsbehörde 
eingesetzt haben wollte. 
10. Gurke Gottfried: „Deutsche Schulgrammatik.” (Hamburg. Otto Meissner.) 
Hauptzweck des Buches ist die Hervorhebung derjenigen Theile, 
die für die praktische Anwendung voranstehen, nämlich der Formen-, 
der Rections- und der Satzverbindungslehre. Der Schüler soll erst in 
den heute geltenden Sprachformen Sicherheit und Festigkeit erlangen; 
das Gegebene soll aber auf dem Grunde der historischen Grammatik 
beruhen. Dem Buche ist in einem besonderen Hefte ein reiches Mate 
rial an Uebungen unter dem Titel: „Uebungsbuch zur Grammatik”, 
beigegeben. Dasselbe wurde zuerst am akademischen Gymnasium in 
Wien eingeführt. 
11. Sommer W. Dr.: „Kleine deutsche Sprachlehre.” Ein Leitfaden für den 
Unterricht in der Muttersprache mit vielfachen Aufgaben zu mündlichen 
und schriftlichen Uebungen zunächst für Unter- und Mittelclassen höherer 
Lehranstalten, wie zum Selbstunterricht. ('Paderborn. Fr. Schönnich.) Will 
vorzüglich den praktischen Gesichtspunct einhalten. Im Anhänge wird die 
Orthographie und das Wichtigste aus der Verslehre behandelt. (Hur an 
sehr wenigen Schulen im Gebrauche.) 
12. Rassmann E.: „Leitfaden beim Unterrichte in der deutschen Grammatik 
für untere Classen höherer Lehranstalten.” (Münster. Verlag der Coppen- 
rath’schen Buchhandlung.) Hat den Zweck, dem Schüler eine einfache 
übersichtliche Zusammenstellung der wesentlichen Theile der deutschen 
Grammatik zu geben. (Sehr wenig gebraucht.) 
13. Hermann Eduard: „Lehrbuch der deutschen Sprache.” Ein Leitfaden 
für den Unterricht an den untern Classen der Gymnasien und der ver 
wandten Anstalten. (Wien. Alfred Holder.) 
Will dem Eiernentar-Unterrichte in der deutschen Sprache dienen 
und gibt darum nur den notwendigsten grammatischen Stoff in kurzer 
übersichtlicher Fassung; als Hauptsache treten die Beispiele hervor. 
Der 1. Theil behandelt die Satzlehre, der 2. die Formenlehre in 
übersichtlicher Darstellung, der 3. die Orthographie, der 4. enthält ein 
Wörterverzeichnis zur Orthographie. 
14. Schiller Karl: „Deutsche Grammatik für Mittelschulen.” (Wien. Verlag 
der E. Hügel’schen Buchhandlung.) Für sämmtliche deutsche Mittelschulen 
Oesterreichs approbirt.
	        
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