278 Mittelschulen: III. Moderne Sprachen.
4. Fornasari - Yerce A. J. „Rationelle theoretisch - praktische Grammatik
zum Unterrichte in der italienischen Sprache.” 9. Auflage 1866, Wien.
5. Friihauf: „Kurzgefasste italienische Sprachlehre für Deutsche”, in 3. Auflage
1869 in Bamberg erschienen.
6. Gardini: „Theoretisch-praktische Grammatik der italienischen Sprache.”
1864, Wien.
Yereinzelt gebraucht (am k. k. Gymnasium in Brixen) findet sich:
Engelbert Gerstl: Kurzgefasste Grammatik zur leichten Erlernung der italienischen
Sprache (Brixen, 2. Auflage 1869), geschieden in einen theoretischen
und einen praktischen Theil, und der Kürze und Bündigkeit
wegen für Anfänger recht brauchbar.
Die in Rede stehenden Bücher behandeln Formenlehre und Syntax mit
grösserer oder geringerer Ausführlichkeit in zusammenhängender Weise nach
den Redetheilen. Reben denselben aber finden die zahlreichen nach Ollendorffs
und Ahn’s Methode abgefassten Lehrbücher, welche mit möglichster Vermeidung
theoretischer Erörterungen auf eine rasche, praktische Erlernung der
Sprache hinwirken, immer mehr in den Schulen Eingang.
Dahin gehören z. B.
1. Sauer M.: „Reue italienische Conversations-Grammatik” (1868 Heidelberg);
und am meisten gebraucht:
2. Filippi P. A. de: „Praktischer Lehrgang nach Dr. Ahn’s Methode”
(Wien), u. a.
Die erwähnten Bücher sind weniger Sprachlehren, als vielmehr Uebungsbiieher,
welche das Material und die Gesetze der Sprache in stufenmässiger
Reihenfolge darbieten, und machen darum die nebenherlaufende Benützung
eines theoretischen Rachschlagebuch.es nöthig, als welches sich meist Fornasari’s
Grammatik in den Schulen erhält.
Jedoch das gegenwärtig am meisten in Gebrauch stehende, ja für die
ersten Unterrichtsstufen fast ausschliesslich benützte und in Bezug auf Correctheit
der Wörter und Wendungen unstreitig beste Lehrbuch ist Adolf Mussafia’s
„Italienische Sprachlehre in Regeln und Beispielen” (1860 in Wien erschienen,
letzte Auflage von 1872). Das Buch unterscheidet sich von den zuletzt
erwähnten dadurch, dass es Theorie und Praxis verbindet, zugleich Lehrund
Uebungsbuch ist, und den Grundsatz durchführt, dass keine Form, keine
Fügung dem Schüler zum Memoriren geboten werde, ohne dass er sich über
dieselbe vollständige Rechenschaft geben könne. Auch widmet es der, in den
vorerwähnten Uebungsbüchern meist vernachlässigten Syntax die gebührende
Aufmerksamkeit.
Zur Uebung im Uebersetzen aus dem Deutschen in’s Italienische werden
neben den in den Grammatiken enthaltenen Uebungsstücken hie und da noch
besondere Bücher gebraucht, als: