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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

D. Israelitische Keligion. 
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Zu dem Zwecke sind auch Sprüche und Legenden aus dem Talmud, 
vom Verfasser poetisch bearbeitet, einzelnen Abschnitten angefügt. 
2. Auerbach Jakob, Dr.: „Kleine Schul- und Hausbibel. Geschichten und 
erbauliche Lesestücke aus den heiligen Schriften der Israeliten.” Leipzig 
1870. II. Auflage. 
Die Absicht des Verfassers ist, den Schüler mit der Bibel selbst 
als der Quelle für geschichtliche und religiös-sittliche Belehrung, ver 
traut zu machen. 
Der erste Theil enthält zu diesem Zwecke eine wortgetreue 
Uebersetzung aller jener Stücke aus dem Pentateuch, den historischen 
Büchern und den Apokryphen, die für den Unterricht nöthig sind. Zur 
Herstellung des Zusammenhanges und zur Ergänzung unvermeidlicher 
Lücken sind Anmerkungen unter dem Texte beigegeben. 
Der zweite Theil enthält Lesestücke aus den Propheten, sowie 
Proben rabbinischer Spruchweisheit, die nach der Tendenz des Ver 
fassers vielfach beim Vortrage des ersten Theiles zu benützen sind. 
3. Wessely Wolfgang, Dr.: „Biblischer Katechismus.” Prag 1863. 8. Auf 
lage (approbirt). 
Das in katechetischer Form verfasste Buch verbindet mit einer 
kurzen Erzählung der biblischen und jüdischen Geschichte eine Dar 
stellung der Lehren und Satzungen des Judenthums, die aber nicht 
nach ihrer inneren Zusammengehörigkeit geordnet, sondern je nach ihrer 
Entstehungszeit an die betreffenden Abschnitte der Geschichte ange 
knüpft sind. Bibelsprüche in hebräischer und deutscher Sprache sind 
jedem Capitel vorausgeschickt. 
4. Breuer Leopold: „Biblische Geschichte und Geschichte der Juden und 
des Judenthums.” Wien. 4. Auflage. 
Das Werk bietet zunächst eine pragmatische, die Ergebnisse der 
Exegese sorgfältig beachtende Darstellung der biblischen Geschichte 
mit steter Betonung der ethischen und religiösen Gesichtspunkte, von 
denen aus die einzelnen Ereignisse der Jugend vorgeführt werden 
müssen. Bei der Behandlung der nachbiblischen Geschichte, die bis 
zum Abschlüsse des Talmuds fortgeführt ist, ist auf die Entwicklung 
des religiösen Lebens und des jüdischen Schriftthums besondere Hücksicht 
genommen. Zum erstenmale findet man hier in einem Schulbuche ein 
zelne Beden der Propheten und Aussprüche der späteren Schriftgelehrten 
als Mittel zur Charakteristik der rcspectiven Zeitabschnitte benützt. 
5. Hecht Emanuel: „Israels Geschichte von der Zeit des Bibel-Abschlusses 
bis zur Gegenwart.” Leipzig 1855. 
Die Geschichte des auf dem Titelblatte angegebenen Zeitraumes 
wird der Jugend mehr in Form von historischen Charakterbildern, als 
in zusammenhängender Erzählung vorgeführt. Den Capiteln, die das 
jüdische Schriftthum behandeln, sind Proben aus den hervorragendsten 
Literatur-Erzeugnissen beigogeben.
	        
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