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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

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Mittelschulen: VI. Geschichte. 
Theophil König 1 ) (mit Ministerial-Decret vom 29. August 1850) empfohlen 
und mit Erlass vom 16. Deeember 1850 auf die historische Uebcrsichts- 
Karte der österreichischen Monarchie von Jos. Häufler hingewiesen 
(Wien 1840), die für den Lehrer und eifrige Schüler mit Nutzen zu gebrauchen 
sei. Diese, wiewohl schon antiquirt, blieb bis zum Jahre 1872 das einzige 
historische Kartenwerk, das einheimischen Ursprunges ist. 
Im Jahre 1865 erschien eine Verordnung des Staatsministeriums betreffend 
die Einführung von Lehrbüchern und Lehrmitteln an den Mittelschulen (vom 
25. Juni), deren 14. Paragraph auch für Kartenwerke die behördliche Appro 
bation als erforderlich bezeichnet, und in deren Gefolge wurden mit Ministerial- 
Erlass vom 15. August 1865 Z. 5962 folgende Atlanten für die Hand der 
Schüler als zulässig erklärt: 
1. Kiepert H.: „Historisch-geographischer Schulatlas der alten Welt.” 
16 Karten. 2 ) 
2. Kiepert H.: „Atlas Antiquus.” 10 Karten. 3 ) 
3. Menke: „Orbis antiqui descriptio in usum scholarum.” 3. Auflage. 
18 Karten. 4 ) 
4. Spruner K.: „Historisch-geographischer Schulatlas” in 22 Karten 5 ), zu 
denen mit Ministern!-Erlass vom 14. Juni 1869 auch 
5. 11 ho de: „Historischer Schulatlas zur alten, mittleren und neueren Ge 
schichte” 6. Auflage, hinzukam. 
Von Wandkarten wurden durch denselben Erlass vom Jahre 1865 be 
hördlich approbirt: 
1. Kiepert H.: „Alto Welt”; „Alt - Griechenland” 6 ); „Alt-Italien” 7 ); 
Umgebungen Roms” 8 ); „Das römische Reich”. 
2. Spruner K. und Bretschneider: „Historisch-geographischer Wandatlas.” 
10 Karten zur Geschichte Europas im Mittelalter und in der Neuzeit.” 9 ) 
Sämmtliehe angeführten Kartenwerke erschienen in Deutschland. 
Dasselbe gilt von Dr. K. Spruner’s „historisch-geographischem 
1) Besprochen von Grauert in Oesterr. G. Z. Jahrg. 1830, pag. 762 und von Lorenz und 
Linker, Jalirg. 1837, pag. 349 ff. 
2) Besprochen in der Oesterr. G. Z. von G. Linker pag. 310 (Jalirg. 1852). 
3) Besprochen von II. Ficker Oesterr. G. Z. Jahrg. 1861, pag. 790 ff. und Jalirg. 1870, 
pag. 440. 
4) Besprochen in der Oesterr. G. Z. von Linker (Jahrg. 1832, pag. 510 f.) und Plaschnik 
Jahrg. 1865, pag. 746.) 
5) Angezeigt von Steinhäuser Oesterr. G. Z. pag. 861 (Jalirg. 1856) besprochen von Büdinger, 
Diimmler, Lorenz Jahrg. 1857, pag. 77 — 89. 
6) Besprochen in Oesterr. G. Z. 1851 von G. Linker pag. 808 ff. und H. Ficker Jahrg. 1861, 
pag. 547. 
7) Besprochen in Oesterr. G. Z. Jalirg. 1851 von G. Linker pag. 808 ff. 
8) Besprochen in Oesterr. G. Z. von 1832 von G. Linker pag. 557 ff. 
9) Angezeigt in Oesterr. G. Z. von 1856 von Steinhäuser (pag. 859) besprochen von Lorenz 
und Büdinger Jahrg, 1857, pag. 459.
	        
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