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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

344 Mittelschulen: VII. Geographie. Gesetzliche Bestimmungen und Lehrbücher. 
7. Zap, K. W.: „Lehrbuch der Geographie” (Prag, Schulbücher-Verlag). 
8. Warhanek, W. Fr.: „Lehrbuch der Erdbeschreibung für Mittelschulen” 
(1. Th.: Allgemeine Erdbeschreibung, Wien 1857, Sallmayer), ein etwas 
grösser angelegtes Werk, welches besonders treffliche Schilderungen aus 
der Länder- und Völkerkunde bringt. 
9. Hierher gehören ferner die Lehrbücher des um die Hebung des geogra 
phischen Unterrichtes in Oesterreich vielfach verdienten Kozenn BL: „Grund 
züge der Geographie” und „Leitfaden der Geographie für die Schulen im 
Kaiserthum Oesterreich” (Wien und Olmütz), welche mit sicherem päda 
gogischen Tacte eine Auswahl des Nothwendigsten bringen. 
10. Einer dem gegenwärtigen Standpunct der geographischen Wissenschaft 
entsprechenden ausgiebigeren Behandlung der physischen Geographie 
sucht Eingang in den Schulunterricht zu verschaffen Gustav Herr’s 
„Lehrbuch der vergleichenden Erdbeschreibung für die unteren und mitt 
leren Classen der Gymnasien und Bealschulen.” I. Cursus: „Grundzüge 
für den ersten Unterricht in der Erdbeschreibung.” (Wien 1872.) 
Einzelne Theile der Erdkunde bearbeiteten: 
1. Onderka W.: „Mathematische Geographie” (Wien, Braumüller 1861). — 
2. Steinhäuser A.: „Grundzüge der mathematischen Geographie und der 
Landkarten - Projection.” (Zweite Ausgabe, Wien, 1864, Fr. Beck). -— 
3. Sonklar C., Edler v. Innstädten: „Allgemeine Orographie.” (Wien, 
Braumüller 1873.) 
Einige Schwierigkeiten machte es, für den in der IV. Classe des 
Unter- und des Ober-Gymnasiums eingeführten speciellen Unterricht in der 
österreichischen Vaterlandskunde und Statistik passende Lehrbücher 
in die Hände der Schüler zu bringen. Einerseits lag Anfangs der Stoff selbst 
noch unfertig vor, und andererseits musste erst die richtige Methode gefunden 
werden. Namentlich musste vor Allem Klarheit über den Begriff der „Vater 
landskunde”, über Auswahl und Begränzung des Lehrstoffes geschaffen werden. 
Diess konnte erst nach mehr oder weniger gelungenen Versuchen erreicht 
werden. Sehr verdienstliche Arbeiten lieferten schon Anfangs der Fünfziger Jahre 
V. Prasch und Dr. A. Schmidl; ebenso L. B. v. Heufier „Kurze Beichs- 
und Länderkunde des Kaiserstaates Oesterreich für Unter-Gymnasien und Unter- 
Bealschulen. ’ Zweite verbesserte Auflage. (Wien, Schulbücher-Verlag 1860.) 
Dasselbe Merk erschien in einer von F. W. Warhanek „nach amtlichen 
Quollen” revidirten Auflage ebendaselbst. Kürzer fasste sich Dr. J. Neuhauser 
in seinem „Handbuch der Geographie und Statistik des Kaiserthumes Oester 
reich für Unter - Gymnasien.” (Wien, 1865, Sallmayer und Comp.) Für das 
Ober-Gymnasium kam J. Hain’s „Statistik des österreichischen Kaiserstaates” 
und F. Schmitt’s gleichnamiges Lehrbuch (Wien) in Gehrauch. Den neuesten 
Aenderungen des Lehrplanes wurde angepasst: Dr. Em. Hannak’s „Oester- 
reichische Vaterlandskunde.” (3. Auflage. Wien 1873, Holder.)
	        
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