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Mittelschulen: VII. Mathematik.
1. Schlotke, J.: „Stereoskopische Figuren für das Studium der Stereometrie
und sphärischen Trigonometrie.” 32 Bilder. Hamburg 1870.
2. Schlotke, J.: „Die Hauptaufgaben der descriptiven Geometrie in stereos
kopischen Figuren.” 30 Bilder. Hamburg 1871.
3. Brude, A.: „Stereoskopische Bilder aus der Stereometrie, bezogen auf den
Kubus.” 30 Bildei’. Stuttgart 1870.
4. Martius-Matzdorf, J.: „Die körperliche Ecke mit stereoskopischer Dar
stellung.” 14 Figuren. Berlin 1872.
5. Martius-Matzdorf, J.: „Die Elemente der Krystallographie mit
stereoskopischer Darstellung der Krystallformen.” 118 Figuren. Braun
schweig 1871.
Lesern, welche über die Entwertung von Stereoskopbildern Aufschluss sich
verschaffen wollen, ist das vortreffliche Werkchen zu empfehlen:
Steinhäuser, A.: „lieber die geometrische Construction der Stereoskop
bilder, mit 22 Figuren.” Graz 1870.
2. Zerlegbare stereometrische Modelle nach Angabe des H. Dir.
Dr. J. Parthe, ausgestellt vom k. k. Real-Gymnasium in Brünn, und zwar:
a) ein dreiseitiges Prisma, in drei inhaltsgleiche Pyramiden getheilt, Preis G fl.,
b) eine Kugel mit verschiedenen Kugelschnitten, Preis 7 fl.,
c) ein Kegel mit allen Kegelschnitten, Preis 7 fl.
Diese Modelle, deren jedes auf einem zweckmässigen Postamente ruht,
sind sehr nett gearbeitet. Eine vollständigere Sammlung von stereometrischen
Modellen, mit gleicher Nettigkeit gearbeitet, wäre allerdings ein sehr schönes
Lehrmittel, würde aber sehr viel Geld kosten. 1 )
3. Eine Sammlung stereometrischer Figuren-Netze aus Trinker’s
Kunstverlag in Graz. Diese Sammlung enthält 133 Netze auf 28 Blättern, und
kostet 3 fl. 36 kr. Die Netze befinden sich auf steifem Cartonpapier und ha
ben auf jedem Blatte den Namen des entsprechenden Körpers, und zwar ent
hält die Sammlung
36 Netze für Prismen auf 9 Blättern,
48 „ „ Pyramiden „ 9 „
16 „ „ Cylinder „ 4 „
25 „ „ Kegel „ 4 „
3 „ „ Kugeln „ 1 Blatt,
5 „ „ regelm. Körp. 1 „
Sie sind jedenfalls die vollständigste Sammlung stereometrischer Eiguren-
netze, und da sie hei der Zusammenstellung Körperformen geben, die nicht zu
1) Die von G. Köpp zu Bensheim in Hessen-Darmstadt in Sammlungen von 10, 20, 50, 10
60 und 80 Stücken zusammengestellten geometrischen Körper wurden von keiner Lehranstalt zur
Ausstellung gebracht. Da dieselben aber sehr sorgfältig aus massiver Holzmasse gearbeitet und zum
grössten Theile zerlegbar, überdiess verhültnissmässig billig sind (die grösste Sammlung von
80 Stücken kostet 26 Thaler), so werden Lehranstalten auf dieselben aufmerksam gemacht.