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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

4. Ausstellungsobjecte. 
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Die Zähne der Zahnleisten sind etwa 2 Centimeter hoch; die verschiebbaren Quer 
fächer 5, 10, 20 Centimeter breit. Er wurde zur Ausstellung der verschieden 
artigsten Objecte einer zoologischen Schulsammlung als: Bälge, Skelette, Weingeist- 
Präparate, Crustaceen, Conchylien, Korallen, Nester, Insectenbaue u. s. w. benützt. 
Für mineralogische Sammlungen dürften sich bei beschränkteren Raum- 
Yerhältnissen noch immer die nach dem Muster der im k. k. Hof- und Mine- 
ralien-Cabinete in Wien gebauten Doppel-Pultkästen am besten eignen. Das 
Leopoldstädter Gymnasium besitzt solche Kästen, welche zerlegbar sind und 
entweder als einfache Pultkästen an die Wand gerückt oder als Doppel-Pult 
kästen (zu 2 oder 4) frei in die Mitte des Museums gestellt werden können. 
Der Unterkasten ist 80 Centimeter hoch, 148 Centimeter breit, 69 Centimeter 
tief. Er enthält 2 Reihen von je 7 Laden, die 68 Centimeter breit, 57 Centimeter 
tief sind. Die Mineralien liegen in 5 durch Querleisten getrennten Reihen in 
schwarzen Schächtelchen. Besitzt man in den Schulzimmern, wo Mineralogie 
gelehrt wird, entsprechend grosse Glaspulte, so können die wohletikettirten 
und geordneten Mineralien ladenweise im Schulzimmer oder im Museum zur 
Ansicht ausgestellt werden, was ein wesentliches Unterstützungsmittel des An 
schauungs-Unterrichtes ist. •— Das Glaspult des beschriebenen Kastens ist 58 
Centimeter hoch, 144 Centimeter breit, 67 Centimeter tief. Es enthält 7 
Stufen, die 7 - 7 Centimeter breit und 7 - 0 Centimeter hoch sind. 
In den beiden einfachen Pultkästen des Leopoldstädter Gymna 
siums waren folgende Sammlungen ausgestellt: 
Im ersten Pulte: 120 Krystallmodelle aus Birnbaumholz nach Naumann 
bezeichnet; 18 künstliche Edelsteine in Krystallform; 24 natürliche Edelsteine, 
geschliffen. 
Im ersten Unterkasten: Eine mineralogische Schulsammlung für Unter- 
Gymnasien nach A. Pokorny’s illustrirter Naturgeschichte des Mineralreiches, 572 
Nummern in 14 Laden. 
Im zweiten Pulte: Der Boden von Wien und Umgebung. 140 Num 
mern Gesteine und Versteinerungen nach A. Pokorny’s illustrirter Naturgeschichte 
des Mineralreiches von dem verewigten Director des k. k. Hof- und Mineralien- 
Cabinets Dr. M. Hörn es, zusammengestellt. 
Im zweiten Unterkasten: Eine terminologische Mineraliensammlung tiii 
das Ober-Gymnasium nach Naumann, 240 Nummern in 7 Laden und eine 
geognostisch-paläontologische Sammlung, 260 Nummern in 7 Laden. 
Das Mariahilfer Communal-Real- und Ober-Gymnasium in Wien 
stellte aus seinen reichen Lehrmittel-Sammlungen 85 im Laboratorium dargestellte, 
vorzüglich entwickelte und gut erhaltene Krystalle aus, welche aus dem chemi 
schen Laboratorium der k. k. geologischen Reichsanstalt stammen. 
Das Real-Gymnasium in Pilgram stellte einzelne Schmetterlinge in 
kleinen Glaskästchen aus, so dass beide Seiten des Schmetterlings betrachtet 
werden können, 
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