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Full text: Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

2. Lelir- und Lesebücher. 
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13. Heinrich, Professor in Laibach, „Stenographisches Vortrags- und Lesebuch” 
I.Th.: IVort- und Satzbildung. II.Th.: Etymologie und Syntax. Laibach 1872/13. 
Die Methode des Verfassers ist in beiden Abtheilungen des Buches 
originell. Der I. Theil lehnt sich mehr an die ealculirende als an die 
synthetische Methode an, leidet aber unter dem Streben, möglichst viele 
Beispiele zu geben, an Anticipationen. Auch ist die "Wortbildungslehre 
durch Einbeziehung von Kürzungsformen unnöthig erschwert. Der II. 
Theil trennt die Satzkürzungslehre in zwei Theile, indem zuerst die 
Frage behandelt wird „ wie wird gekürzt?” und dann die Frage „wann 
wird gekürzt?” 
14. Himmelbauer: „Theoretisch-praktische Anleitung zum Gebrauch der Satz 
kürzungen.” Linz 1868. 
Dieses Werk hietet nicht viel mehr, als in der ersten Auflage 
von Conn’s Kammer - Stenographie in dem Abschnitte „Satzkürzung ’ 
enthalten war, nachdem aber dieser Abschnitt in der 2. Auflage von 
Conn ganz neu bearbeitet ist, so steht das Himmelbauer’sche Werk 
hinter seinem Vorbilde zurück. 
15. Zeplichal: „Anleitung zum Gebrauch der Satzkürzungen in der Praxis.” 
(Preisschrift) Wien 1871. 
Dieses Buch hat eine Geschichte. Die Vernachlässigung der 
Ausbildung praktischer Stenographen, eine Folge der Tendenzen der 
Dresdener Beschlüsse, machte sich in Deutschland bald fühlbar. Der 
Münchener Stenographen-Verein war der irrigen Meinung, dass hieran 
die Art, wie die Satzkürzung in den Lehrbüchern behandelt wird, Schuld 
sei, und unbekannt mit den Fortschritten, welche auf diesem Gebiete 
die österreichischen Lehrmittel von Conn und Kühnelt aufweisen, setzte 
er einen Preis aus für die beste Methode, die Satzkürzung zu lehren. 
Dieser Preis wurde dem Zeplichal’schen Werke zuerkannt. Dasselbe, 
mit grossem Fleisse und Scharfsinne ausgearbeitet, krankt jedoch an 
einer grundfalschen Idee. Es will die Kürzungslehre ebenso mecha 
nisch gestalten, wie diess mit der Verbindungslehre durch die Dres 
dener Beschlüsse geschehen ist, damit wird aber das Gabelsberger sehe 
Princip ganz aufgehoben und an Stelle freier Kürzungen ein Heer 
von Sigeln und so ein IIebelstand geschaffen, der bishei von den Ga- 
belsberger’schen Stenographen am Stolze’schen Systeme hart getadelt 
worden war. Das Buch wurde vom Ministerium den Schulen zur An 
schaffung empfohlen; sollte dasselbe eingeführt werden, so müsste der 
Unterricht in der Stenographie um ein volles Jahr verlängert werden, 
wobei jedoch eine Fertigkeit, wie sie gegenwärtig schon in zweijäh 
rigem Unterricht erreicht wird, in Zukunft selbst in dreijährigem Curse 
kaum erreicht werden dürfte. 
16. Zeplichal: „Lehrbuch.” Wien 1871. 
Nachdem Verfasser den Preis für obige Schrift erhalten, wollte er 
seine reformatorischen Ideen auch auf dem Gebiete der V erbindungs- 
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