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Full text : Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

2.  Lelir-  und  Lesebücher.

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Sehr  wünschenswerth  sind  für  die  Ausbildung  in  der  Stenographie  die
TJebertragungen  von  classischen  Werken  in  stenographische  Schrift,  welche  weniger ­
  für  den  Unterricht,  als  vielmehr  für  Schulbibliotheken  anzuschaffen  wären.
In  dieser  Beziehung  ist  die  stenographische  Literatur  noch  sehr  arm.  Wir
besitzen:
1.  Bischer:  „Göthe  und  Schilleralbum.”  Glauchau  1865.
2.  Sturm:  „Shakespeare-Album.”  Dresden  1864.
3.  Krieg:  Gothe’s  „Baust.”  Stuttgart  1866.
4.  Ziegler:  „Das  Lied  von  der  Glocke.”  „Iphigenie  auf  Tauris.”  Innsbruck
1869.
5.  „Die  Königinhofer  Handschrift.”  Prag  1867.
6.  Baulmann:  „Stenographische  Classikerausgabe.”  III.  Bändchen.  Wien
1868—70.
7.  Gratzmüller:  „Thomas  a  Kempis  Nachfolge  Christi.”  Lindau  1870.
8.  Krieg:  „Das  neue  Testament.”  Dresden  1870.
9.  Biecliy:  „Schatzkästlein  des  rheinischen  Hausfreundes.”  Augsburg  1871.
Diese  Bücher  sind  fast  ausschliesslich  in  ungekürzter  Schrift
erschienen.  Gelegenheit  zu  Leseübungen  in  gekürzter  Schrift  bieten
folgende  dar.
1.  „Echo”,  Beiblatt  zum  Correspondenzblatte  des  kgl.  stenographischen  Instituts ­
  zu  Dresden.
2.  Der  „Kammerstenograph.”  Zeitschrift  für  stenographische  Praxis.
Herausgegeben  von  Baulmann.  IX.  Jahrgang.  Wien  1873.
Als  Hilfsmittel  für  stenographischen  Unterricht  sind  zu  bezeichnen: 1 )
1.  Bischer:  „Stenographisches  Wörterbuch.”  3.  Auflage.  Glauchau  1869.
2.  Baulmann:  „Stenographisches  Bremdwörterbuch.”  Wien  1863.
3.  Kühnelt:  „Stenographischer  Baullenzer.”  3.  Auflage.  Wien  1872.
Yon  diesen  Büchern  gibt  das  Bischer’sche  dem  Anfänger  Auskunft
in  zweifelhaften  Bällen,  bringt  aber  nur  ungekürzte  W  öiter;  das  Baulmann’sche
  bringt  die  Bremdwörter  nebst  Angabe  der  Abstammung  und
Bedeutung,  sowie  der  stenographischen,  gekürzten  und  ungekürzten
Schreibweise;  das  Kühnelt’sche  ist  eine  kurze  Zusammenstellung  der
Sigel  und  Abbreviaturen  in  alphabetischer  Ordnung.

1)  Für  Lehrer  und  Lehramts  -  Candidalen  sind  folgende  Geschichtswerke  von  Interesse:
I.  Zeibig,  Geschichte  der  Geschwindschreibkunst,  Dresden  1863.  2.  Faulmann,  Entwicklungsgeschichte ­
  des  Gabelsberger'schen  Systems.  Wien  1868.  Mit  21  Tafeln.  3.  Faulmann,  kurzgefasste
  Geschichte  der  Buchstabenschrift  und  Stenographie.  Wien  1872.  Mit  8  Tafeln.
Das  Zeibig’sche  Geschichtswerk  bietet  eine  sehr  sorgfältige  Zusammenstellung  aller  auf
Stenographie  bezüglichen  Daten  und  zeichnet  sich  besonders  durch  das  vollständige  Literaturverzeichniss
aus.  Faul  man  n’s  Entwicklungsgeschichte,  erläutert  durch  viele  Tafeln,  zeigt  die  Entstehung  der  Gabelsberger'schen
  Schriftzeichen  und  Regeln  und  bietet  in  dieser  Richtung  eine  historische  Grammatik
der  Gabelsberger'schen  Stenographie;  die  kurzgefasste  Geschichte  der  Buchstabenschrift  und  Stenographie ­
  ist  eine  populäre  Abhandlung,  welche  sich  auch  zu  Schulvorträgen  eignet.
            
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