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A. Volksschule. 7. Geographischer Unterricht.
europa mit italienischer Anleitung zum Gebrauche und zur Erklärung der Ab
breviatur (Wien, Schulbücher-Verlag). Die genannten Karten sind für Volks
schulen zu kostspielig und auch zu complicirt.
Handtke: Germania ed Europa oro-idrografica (Glogau).
Specialkarten. Carta dell’ Irnpero d’Austria (Wien, Schulbücher-Verlag)
in kleiner Dimension.
Masera Er.: Carta del tirolo italiano (Trient). Enthält für Volksschulen
zu viel Details und ist nur zum kleinen Theil vollendet.
Kaler: Grosse Wandkarte von Tirol (Innsbruck 1872), mit italienischer
Uomenclatur für den bezüglichen Landestheil.
Carta murale del Litorale in 87 Blättern, dieselbe wurde über Anregung
des Istrianer Landesausschusses nach der k. k. österreichischen Generalstabs-
Karte in Mailand 1871 reproducirt.
Atlanten. Stieler: Atlante scolastico in 25 Tafeln.
Menke: Atlante del mondo antico (Gotha).
Pütz: Atlante geografico storico (Ausgabe, Gotha 1868 Kegensburg).
Sydow: Wandkarten in italienischer Ausgabe (Gotha).
Berghaus: Atlante geografico (sowohl in der grossem als in der kleine-
neren Ausgabe. Gotha).
Nitschke: Atlante astronomico, übersetzt von Malfatti, herausgegeben
in Trient.
Neben den genannten italienischen Ausgaben deutscher Kartenwerke wer
den vielfach an den Lehrer-Bildungsanstalten deutsche Originalien benützt und
auch Globen, Tellurien u. s. w. meist aus Berlin und Wien bezogen. Nament
lich erfreuen sich Schotte’s und Adami’s Erdgloben (glatt und in Eelief),
Schöninger’s Armillarsphärcn, Kiepert’s Völker- und Sprachenkarten, Uhlen-
hut’s Kartenmodelle einer häufigen Benützung.
An den Volksschulen sind fast meist die deutschen Wandkarten von
Kozenn, Handtke undDoleäfal in Gebrauch, weil sie vor den in Italien her
ausgegebenen nicht nur wegen der Wohlfeilheit, sondern auch wegen correcter
Ausführung und passender Vermeidung überflüssiger Details einen unbedingten
Vorzug haben. Die jüngsten in Italien für Volksschulen herausgegebenen
Wankarten haben nur den Vortheil grosser Dimensionen für sich, sind aber
nicht nur wegen Ungenauigkeiten, namentlich in der orographischen Ausführung,
sondern auch desshalb an den österreichischen Schulen unzulässig, weil auf den
meisten die Grenze Italiens nördlich bis an den Brenner geschoben
wird und östlich sich häufig auch über Istrien, Triest und Dalma
tien erstreckt. 1 )
I) Zum Belege des Gesagten werfe man einen Blick auf die 1871 in Turin bei Griontini
und Salusdlia in 5. Auflage erschienene grosse Wandkarte von Europa von A, E. C.