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Nichtdeutsches Schulwesen: I. Italienisches Schulwesen.
Vocabolario della lingua italiana purgato e migliorato dai Professori A.
Longhi e L. Toccagni (Mailand 1864).
II piccolo Alberti. Vocabolario ad uso delle scuole composto da Ignazio
Cantii (Mailand 1868).
to) Lesebücher.
Vor Einführung der im k. k. Schulbücher-Verlage herausgegebenen Lesebücher
zeigt sich ein grosses Schwanken an den einzelnen Anstalten hinsichtlich
des zu wählenden Lesestoffes.
Unter den bis zum Jahre 1854 in den unteren Classen gebrauchten Lesebüchern
sind zu erwähnen:
Antologia del professore Montrossi (Parma 1846) und am meisten verbreitet:
Prose e poesie scelte dai classici italiani dal professore Francesco Fiorio
(Verona 1851).
An den oberen Classen behalf man sich theils mit der Lectüre von
Classiker - Ausgaben, theils mit Chrestomathien, wie: Crestomazia di Giac.
Leopardi (Mailand 1847); Esernpi di hello scrivere dal professore Fornaciari
(Lucca 1850); Fiori di eloqiienza (Mailand 1850).
Mit Einführung der vom Wiener k. k. Schulbücher-Verlage herausgegebenen
Letture proposte da Franc. Ambrosoli (in vier Theilen vollständig erschienen
1859) und später der Libri di lettura per le classi inferiori (in vier Theilen
vollständig herausgegeben 1860) wurde diesem Schwanken in den unteren
Classen Einhalt gethan. Beide Lesebücher bewähren sich als zweckentprechend
und wird dem letzterschienenen von Ambrosoli’s Lesebüchern im Gebrauche
meist der Vorzug gegeben.
Am Ob er-Gymnasium trat an die Stelle der früher erwähnten Bücher die
vom Schulbücher-Verlage in 5 Bänden herausgegebene italienische Anthologie
von Franc. Carrara, worin zur Kenntniss der historischen Entwicklung
der italienischen Literatur der Lesestoff nach den einzelnen Jahrhunderten (von
1500 — 1800) eingetheilt ist.
An Real-, Handels- und nautischen Schulen ist meist die dem Lehrplane
der genannten Anstalten mehr entsprechende Anthologie von Franc. Pellegrini
(2. Auflage 1866 Triest) im Gebrauche.
Neben deii erwähnten gegenwärtig überall eingeführten Lesebüchern
■werden aber auch einzelne Classiker ganz oder in längeren Abschnitten mit
Vorliebe als Lectüre beim Unterrichte gewählt. Hie und da ist auch der
sachliche Inhalt bei der Auswahl massgebend, wie z. B. Davanzati „Lezioni
delle monete e delV agricoltura toscana” an der städtischen Ober-Realschule in
Triest, und in besserer Würdigung des bildenden Zweckes der Muttersprache
classische Uebcrsetzungen griechischer und römischer Schriftsteller an der Realschule
in Pirano gelesen werden.
Sonst wird für die unteren Classen der Mittelschulen meist Gasparo
Gozzi, Carcano, Giordani und besonders Manzoni, für die oberen Classen