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Niclitdeutsches Schulwesen: I. Italienisches Schulwesen.
3. Griechisch.
a) Sprachlehren und Uebungsbüeher.
Auf die brevis grammatica graeca folgten zuerst: La Teoria delle forme
greche di Francesco Spiess (nach der 2. Originalausgabe übersetzt von Breiter,
Trient 1853) und für die oberen Classen: Grammatica completa detta lingua
greca di Aug. Mathiae (übersetzt von Peyron. Turin 1823). Später wurde
Raf. Kühner’s griechische Grammatik (Uebersetzung, Wiener Schulbücher-Yerlag)
in den Schulen eingeführt, blieb aber nur kurze Zeit im Gebrauche,
bis Curtius’ Grammatik in der Uebersetzung von Emilio Teza (Wien, Gerold)
allgemeinen Eingang fand. Hur trat an die Stelle dieser ersten nicht sehr
correcten Uebersetzung bald eine nach der 9. Originalausgabe verfasste und
vom Professor Dr. Demattio revidirte Bearbeitung, und wird seit einem Jahre
hie und da auch die von Professor Josef Müller in Turin nach der letzten
Originalausgabe besorgte Uebersetzung gebraucht, welche 1871 bei Löscher in
Turin erschienen ist und durch Correctheit und stete Rücksichtnahme auf den
Geist der italienischen Sprache vor allen Bearbeitungen entschieden den Vorzug
verdient.
Als Hilfsbücher, welche beim grammatischen Unterrichte zur Benützung
kommen, sind zu erwähnen:
1. Die von Professor Müller (bei Löscher in Turin) herausgegebene Uebersetzung
von Curtius „Erläuterungen zur griechischen Grammatik”.
2. Born D. E.: „Synoptische Tafeln zur Abwandlung der unregelmässigen
Zeitwörter (übersetzt von Professor Müller, Turin Löscher).
3. Homerische Formenlehre von Krüger (übersetzt von E. Gnad. Padua 1865).
4. Grammatica greca di Ant. Klodic (Orig. 1870 Görz). Enthält nur die
Formenlehre in synoptisch-intuitiver Darstellung und verdient wegen der
Heuheit in der Behandlung derselben Beachtung von Seiten der Fachmänner.
Als Uebungsbüeher und erste Lectüre sind auch an den italienischen
Gymnasien überall Schenkl’s „Griechische Hebungen” 1. Theil eingeführt, zuerst
übersetzt von Carl Mason (1855 Wien, Gerold) j neu und vielfach verbessert in
jüngster Zeit von Professor Müller (Turin, Löscher) herausgegeben, welcher auch
den II. Theil zuerst (ebendaselbst) in genauer Bearbeitung veröffentlichte und
dadurch eine empfindliche Lücke im fortschreitenden Unterrichte an den italienischen
Anstalten beseitigte.
Durch denselben sind auch Boeckel’s „Griechische Aufgaben” in Uebereinstimmung
mit Curtius Grammatik und mit einem ethnographischen Wörterbuche
versehen für den Schulgebrauch in Italien zugänglich gemacht worden
(Turin, Löscher).
b) Wörterbücher.
Durch die im Jahre 186o bei Gerold in Wien herausgegebene italienische
Bearbeitung von Schenkls griechisch-deutschem Wörterbuch durch Francesco