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jSTiclitdeiitsclies Schulwesen: I. Italienisches Schulwesen.
die vielen nach Ahn’s Methode abgefassten Sprach- und Uebungsbücher von
E. Wild, Prühäuf und Andern.
Unter den letztem erweist sich am zweckmässigsten P. A. de Pilippi’s
Corso pratico elementare (Wien, Gerold), welches Buch auch fast übereinstimmend
auf den ersten Unterrichtsstufen gebraucht wird, während auf den hohem Stufen zur
systematischen Wiederholung des praktisch erlernten grammatischen Materials
meist Pilippi’s Sprachlehre in der Bearbeitung von Bolza an die Stelle tritt-Von
praktischer Erfahrung zeigt weniger in der systematischen Ordnung
als in den einzelnen Abschnitten Cobenzl’s Corso pratico di lingua tedesca, (1863
in Triest erschienen), dem 1865 ein Corso teorico folgte, auf welchen der praktische
Theil ununterbrochen verweist. Das genannte Lehrbuch wird an den
Mittelschulen in Dalmatien und im Küstenlande häufig gebraucht, ist jedoch so
eigenthümlich angelegt, dass, den Verfasser ausgenommen, sich wenige Lehrer
darin zurecht finden können. Empfehlenswerth ist auch Breisach’s „Scuola
preparatoria della lingua tedesca per la gioventii italiana” (Triest 1870), und
desselben Verfassers: „Metodo per facilitare V istruzione della lingua tedesca,” so
wie als Uebungsbuch L. C. Pavissich: Manuale di conversazione italiana e
tedesca nach Bozzi’s Methode (Wien 1872.)
Unter den Lesebüchern ist die früher für die lombardisch - venetianischen
Gymnasien vorgeschriebene, mit erklärenden Koten versehene Anthologie
von Pilippi (Wien. Gerold) meist wieder ausser Gebrauch gekommen. Gewöhnlich
werden zur Uebersetzung aus dem Deutschen ins Italienische die an den
deutschen Mittelschulen eingeführten Lesebücher (am häufigsten Gehlen und
Keumann; häufig Scheinpflug, Mozart und Pfannerer, seltener Egger) und
deutsche Olassiker-Ausgaben benützt, namentlich Lessing (Pabeln, Minna von
Barnhelm, und Emilia Galotti), Schiller (Maria Stuart und Wilhelm Teil) Goethe
(Hermann und Dorothea, Iphigenie und Tasso). Eigens zum Gebrauche an
italienischen Schulen eingerichtet und von erklärenden Koten und Einleitungen
begleitet sind D. Mühlberg’s Ausgaben von Göthe’s Iphigenie und Tasso
(Venedig 1863 und 1865 erschienen).
Zum Uebersetzen aus dem Italienischen in’s Deutsche werden theils
italienische Olassiker, theils auch Abschnitte aus den für italienische Mittelschulen
approbirten Schulbüchern (meist geschichtlichen Inhalts) gewählt.
Unter den Wörterbüchern sind die Taschenausgaben von Maschka
(Mailand und Wien), und jene von Weber und Valentini (Leipzig, Brockhaus)
die meist verbreiteten.
Unter den in jüngster Zeit im Auslande auf diesem Gebiete veröffentlichten
Werken verdienen Erwähnung: Jos. Müller:„Corsopratico della lingua tedesca ”
Corso I. (enthält Lautlehre und Declinationen, schliesst sich der Methode
Ahn’s mit Einbeziehung der zum Verständniss der Uebungsstücke nöthigen
theoretischen Erörterungen an); Pritsch: „Grammatica della lingua tedesca.”
Dieselbe enthält eine kurze und klare theoretische Auseinandersetzung der