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Full text : Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

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Nichtdeutsckes  Schulwesen:  EL  öechisches  Schulwesen.

Weitere  Schriften  dieser  Richtung  sind:
1.  Jedlicka  Jos.:  Vyklady  k  citance  (Commentar  zum  Lesebuche).
2.  Rüzicka  J.:  Ndvod  k  vyucovdm  mluvnici  (Anleitung  zum  Unterrichte  in
der  Grammatik).
3.  Petru  Y.:  Proprava  k  ceske  stilistice  (Vorschule  zur  ceehischen  Stilistik).
4.  Engel  P.  J.:  C'teni  a  psani  v  I.  tfide  (Lesen  und  Schreiben  in  der  I.  Classe
zum  Gebrauche  der  Volksschullehrer,  Eltern  und  Privatlehrer)  1869.
Dadurch  wurde  die  Grundlage  einer  neuen  methodischen  Behandlung  des
Lesebuches  gelegt,  indem  sich  an  die  bis  dahin  einseitig  gepflegte  Worterklärung ­
  der  Anschauungs-  und  Sachunterricht  anschloss,  und  das  Schulkind  von
den  Sinnbildern  der  Dinge,  den  24  Buchstaben  und  ihren  Combinationen  zu
Wörtern  —  zu  den  Urbildern  derselben,  nämlich  zu  der  Natur  hingeführt
■wurde.
Diese  Betonung  des  Sachunterrichtes  im  Gegensätze  zu  der  vordem
ausschliesslich  gepflegten  grammatisch  -  literarischen  Richtung  des  Schulunterrichtes ­
  tritt  in  den  methodologischen  Handbüchlein  der  neueren  Schulliteratur
immer  entschiedener  hervor.
Wir  führen  in  dieser  Hinsicht  an:
1.  Sokol  Jos.:  Vecne  uSeni  na  skoldcli  obecnych  1869  (Der  Sachunterricht
in  der  Volksschule).  In  4,  von  dem  Nächstliegenden  zum  Entfernteren
stufenmässig  aufsteigenden  Abtheilungen:  I.  Domdcnost  (die  Häuslichkeit),
11.  domov  (die  Heimat),  III.  vlast  (das  Vaterland)  und  IV.  svSt  (die  Welt)
stellt  sich  der  Verfasser  die  Aufgabe,  die  Schüler  mit  dem  W  issenswürdigsten
  aus  dem  Bereiche  der  unmittelbaren  Anschauung  uud  aus  den  Gebieten ­
  der  Naturkunde,  Erd-  und  Völkerkunde,  Landwirthschaft,  Gewerbekunde,
  Heimatskunde  u.  s.  w.  in  der  Weise  vertraut  zu  machen,  dass  die
Darstellung  einer  gewissen  Stufe  des  Wissens  nicht  früher  beginnt,  als
bis  das  Interesse  für  die  unmittelbar  vorangehende  Stufe  geweckt  worden  ist.
2.  Tesaf  FrantiSek:  Ndzorne  vyucovdm  v  prve  tride  obecnych  skol  (Anschauungslehre ­
  in  der  ersten  Classe  der  Volksschule)  1873.  Diese  kleine
Schrift  ist  ganz  im  Geiste  und  auch  in  der  (dialogischen)  Form  der  Svoboda’schen
  Skolka  verfasst.
Eine  besondere  Beachtung  wurde  der  Methodik  des  Rechenunterrichtes ­
  zugewandt.  Anschaulichkeit  und  Stufenmässigkeit,  diese  beiden
Grundpfeiler  des  neueren  Schulunterrichtes,  werden  allmählig  auch  auf  diesem
Gebiete  zur  Geltung  gebracht.  Das  erstere  Princip  erheischt,  dass  die  Zahlenoperationen ­
  nicht  auf  die  Vorstellung  der  Ziffern,  sondern  auf  die  Anschauung ­
  der  Dinge  gestützt  werden,  wodurch  das  sogenannte  Kopfrechnen  dem

(Bilder  zur  Erleichterung  des  Unterrichtes  im  Lesen).  Es  sind  diess  wirkliche  Bilder,  welche  die
Vorführung  der  einzelnen  Buchstabenlaüte  einzuleiten  haben,  nebst  dem  entsprechenden  Texte;  jedoch
nur  als  Manuscript.
            
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