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MAK

Full text : Bericht über österreichisches Unterrichtswesen, aus Anlass der Weltausstellung 1873, II. Theil

2.  Ausstellungsobjecte.

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Das  Gebäude  der  Staats-Oberrealschule  in  Troppau  bedeckt  eine
Fläche  von  52  Meter  Länge  und  25  Meter  Breite  und  bildet  einen  mächtigen
Haupttract  mit  zwei  Quertracten,  welch’  letztere  dreistöckig  sind,  während  der
Haupttract  blos  zwei  Stockwerke  aufweist.  Durch  ein  schönes  8-35  Meter  breites
Vestibüle  gelangt  man  zu  der  dreiarmigen,  sehr  gut  beleuchteten  und  24  Meter
breiten  Treppe,  welche  in  breite  Corridore  ausmündet.  Die  Aborte  sind  sehr  gut
in  den  Quertracten  situirt,  und  scheint  bloss  die  Pissoir-Anlage  etwas  klein
ausgefallen  zu  sein.  Die  gut  beleuchteten  Lehrsäle  haben  7-9  Meter  bis  845  Meter
Tiefe  und  eine  ungewöhnliche  Höhe  von  5'22  Meter.  Ebenerdig  befinden  sich
die  sehr  schönen  Chemie-Localitäten  mit  prachtvollem  Hörsaal  und  entsprechendem ­
  Schülerlaboratorium,  ferner  noch  drei  Lehrzimmer.  Im  ersten  Stock  sind
fünf  Lehrsäle,  die  10-2  Meter  breite  und  14  Meter  lange  Bibliothek,  das  naturhistorische
  Cabinet  und  das  Conferenzzimmer.  Im  zweiten  Geschoss  kommen
vor:  das  blos  aus  einem  Saale  bestehende  physikalische  Cabinet,  vier  Lehrzimmer, ­
  zwei  Zeichensäle  sammt  Modellcabinet.  Im  dritten  Stock  liegen,,  drei
Lehrzimmer  und  ein  Zeichensaal.  Bemerkenswerth  ist  die  im  rechtsseitigen
Quertracte  vorkommende  Eisenconstruction,  wie  denn  auch  nicht  unerwähnt
bleiben  soll,  dass  die  sehr  hübsch  gezeichneten  Pläne  von  den  Schülern  dieser

Anstalt  herrühren.
Womöglich  noch  besser  ist  das  Troppauer  Staats-Gymnasium  untergebracht. ­
  Das  ringsum  freie,  zwei  Höfe  einschliessende,  60  Meter  Länge  und
23  Meter  Breite  messende  Gebäude  besteht,  wie  die  Bealschule,  aus  einem  imposanten ­
  zweistöckigen  Hauptgebäude  mit  zwei  Quertracten,  und  zeigt  im  Aeussern
die  edlen  Linien  der  griechischen  Renaissance  mit  einem  Säulen  -  Porticus.  Ein
10  Meter  breites,  prächtiges  Vestibüle  führt  zu  der  2-84  Meter  messenden  dreiarmigen, ­
  hell  erleuchteten  Treppe,  welche  wieder  in  die  3'64  Meter  breiten
Corridore  mündet,  die  zu  den  einzelnen  Lehrsälen  führen.  Diese  sind  9  Meter
lang,  6-3  Meter  breit,  4-5  Meter  hoch,  haben  reichliche  Beleuchtung,  gute  Ein
richtung  und  sind  sehr  gut  situirt.  Da  die  Aborte  und  Pissoirs  gleichfalls  mch  s
zu  wünschen  übrig  lassen,  so  fehlt  diesem  Musterbau  nur  eine  geeignete
Garderoben-Anlage.  Die  treffliche  Gesammt-Anlage  ist  am  besten  aus  den  beiliegenden ­
  Zeichnungen  zu  entnehmen  und  machen  wir  nur  noch  auf  den  imposanten ­
  16-75  Meter  langen  10-27  Meter  breiten  und  6-5  Meter  hohen  Eestsaal

ctuimcrjvöcuu.
Das  k.  k.  Realgymnasium  in  Weidenau  hat  ebenfalls  eine  vorzügliche ­
  Gesammtanlage.  Diese  bildet  ein  Rechteck  von  50  Meter  Länge  und
32  Meter  Breite  und  besteht  aus  vier  einfachen  Tracten,  die  sich  um  einen
18  Meter  breiten  rechteckigen  Hof  zusammenbauen.  Um  diesen  Hof  herum
laufen  die  Corridore,  die  zu  den  einzelnen  Schulräumlichkeiten  fuhren.  Im
Erdgeschoss  befinden  sich  das  Vestibüle,  vier  Lehrzimmer,  die  naturhistorischen
physikalischen  und  chemischen  Cabinete  sammt  Hörsaal,  sehr  gute  Aborte  mit
•  Pissoirs  und  eine  Schuldienerswohnung.  Im  ersten  Stock  sind  drei  Lehrzimmer,
            
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