44 Volks- und Bürgerschulen: III. Unterricht in der deutschen Sprache.
Schreiblesefibel. Lese- und Sprachbuch für Elementarschulen von Josef
Heinrich. Prag-, Tempsky.
4. Erstes Lesebuch für Volksschulen von Franz Kumpost. Brünn, Karafiat.
5. Deutsches Lesebuch für Volks- und Bürgerschulen von Robert Nieder-
gesäss. Wien, Pichler. 7 Bände mit vielen Hlustrationen. Umfasst den
Lesestoff vom 2. bis incl. 8. Schuljahre. Daran schliessen sich „Freischreib-
Uebungen” von R. Hiedergesäss und A. Lehfeld. Dem Bande
für das 4. Schuljahr ist je nach dem Bedürfnisse der einzelnen Kron-
länder gratis eine kurze Heimatskunde beigeschlossen, und zwar für
Hiederösterreich von Karl Schub ert; für Oberösterreich von K. Schüller;
für Böhmen von K. Werner; für Mähren von M. Laber; für Steier
mark von Dr. Ilwof; für Ungarn von H. J. Schwicker. — Für den Hand
gebrauch des Lehrers empfiehlt sich der von R. Hiedergesäss unter Mit
wirkung von A. Lehfeld undK. Schubert verfasste Commentar. (4 Bände.)
6. Lesebuch für Volks- und Bürgerschulen von Binstorfer, Deinhardt
und Jessen. 4 Theile. Illustrirt. Wien, Lechner.
7. Lesebuch für die oberen Classen der Landschulen von Chr. A. Jessen.
Mit Illustrationen. V ien, Pichler. Schliesst an das Erste Lesebuch von
Ambros an. (s. Kr. 1.)
8. Deutsches Lesebuch für Bürgerschulen von Jacobi und Mehl. Wien,
Müller. 8 Theile.
9. Lesebuch für Volks- und Bürgerschulen Oesterreichs von Fr. Mair,
Wien, feallmayer und Comp. 5 Theile, resp. für das 2. bis incl. 6. Schul
jahr ausreichend.
10. Deutsches Lesebuch für Töchterschulen I. und II. Theil von Dr. Franz
Kretschmaier. Brünn, Hauptmann.
11. Deutsches Lesebuch I. Theil von J. Aprent und W. Kukula. Wien.
12. Deutsches Sprachbuch für Bürgerschulen und die Oberclassen der er
weiterten Volksschule A r on Robert Hiedergesäss. Wien, Beck’sche
Universitäts-Buchhandlung. Für die k. k. Uebungsschule der Mädchen bei
8t. Anna in Wien approbirt.
V ie schon bemerkt wurde, reichen die im k. k. Schulbuch er-Verlage er
schienenen Lesebücher für die erweiterte Volksschule nicht aus. Mehr oder
weniger füllen die vorstehend genannten die bezeichnete Lücke aus. Ueber-
einstimmend mit den in Deutschland in Verwendung stehenden Lesebüchern ist
nach 1 hunlichkeit aus der classischen Literatur geschöpft, und selbst da, wo
Adaptirungen nöthig erschienen, ist in den meisten Fällen die Quelle ange
geben; formale und reale Bildung finden gleichmässige Berücksichtigung.
Bezüglich der in Oesterreich eingeführten, beziehungsweise approbirten
Fibeln ist zu bedauern, dass noch nicht eine einzige für den Leseunterricht
nach der analytisch-synthetischen Methode die behördliche Genehmigung zum
allgemeinen Gebrauch finden konnte. —