A. Bereich der Volksschule. 3. In slavischen Sprachen.
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3. Bibliotheka ucitelskd (Lehrer-Bibliothek). Eine Sammlung von Lehrbüchern
vom Jahre 1861.
4. Skola prümyslova (Die Industrieschule). Eine Folge von Handbüchern fin
den realistischen Unterricht; herausgegeben vom Lehrkörper der Prager
Industrieschule unter Leitung des Professors Dr. J. Purkyne. 11 Bände
mit Beiträgen von J. Krejci, Dr. Ed. Gregr, J. Stanek, P. Muzäk, Fr. Sanda,
J. Balcar, J. Balda, M. Pokorny, Dr. Övarcer. 1858—1862.
5. Skola divSi (Die Mädchenschule). Gedrängte Auswahl des Wissenwürdig
sten für die weibliche Jugend. Herausgegeben vom Lehrkörper der höheren
Mädchenschule in Pisok unter der Leitung des Professors Dr. J. Pa2out.
10 Bände mit Beiträgen von K. Hinger, B. Ardelt, P. J. Ctibor, A. Hejduk,
Vojt. LeSeticky, F. Tonn er, J. Soukup, K. A. Madiera. 1862—1864.
6. Zlate listy (Goldene Blätter) von Professor Madiera und Zlate klasy (Die
Gold-Aehren) von Professor Suda in Pisek.
7. Zdbavy pro mlddez (Unterhaltungen für die Jugend). Bis 1870 waren
72 Hummern dieser Bibliothek erschienen.
8. Dedictvi malickych (Die Erbschaft der Kleinen). Eine Sammlung billiger
Jugendschriften unter die Leitung von Jos. Ant. Srütek in Königgrätz.
9. Die gediegenen und stark verbreiteten Jugendschriften von Frant. Doucha,
etwa ein halbes Hundert an der Zahl, meist Originalarbeiten und mit zahl
reichen Illustrationen versehen, welche unter verschiedenen Titeln in zwang
loser Folge seit dem Jahre 1850 erscheinen, und an welche sich die Original
arbeiten und Uebersetzungen zahlreicher Jugendschriftsteller anschliessen.
Unter den letzteren wird es genügen, beispielsweise auf die Hamen J. Chm ela,
Kamaryt, B. M. Kulda, F. Pravda, J. V. Rozum, V. LeSeticky, A. Vrtätko,
V. Bradac, M. Cackä, B. Hemcovä hinzuweisen.
Seit 1862 bestehen Zeitschriften in ruthenischer Sprache, welche
ausschliesslich für Schulzwecke , und zwar das Volksschulwesen bestimmt
sind, als: 1. Nedila (Der Sonntag) 1862—1864: 2. Dom i szkola (Haus und
Schule) 1865—1868; 3. Uczytel (Der Lehrer) und Lastöwka (Die Schwalbe),
seit 1869 bis jetzt.
Die genannten Zeitschriften sind in der im Volke lebenden ruthenischen
Sprache und in populärer Weise geschrieben, und verdienen, indem sie Sachkennt-
niss und guten Willen verrathen, Anerkennung. Uczytel ist für Volksschul
lehrer geschrieben, während Lastöwka sich mehr für Schüler eignet, indem sie
auf eine sehr einfache und sinnige Weise bald kurze Erzählungen, bald biogra
phisch-historische Skizzen, Schilderungen und Beschreibungen aus dem Leben und
Hatur, sehr einfache Bäthsel u. dgl. bringt.
Seit 1868 erscheint in Lemberg auch eine pädagogische Zeitschrift in
polnischer Sprache: Szkola (Die Schule) zweimal im Monate. Sie ist das Organ
des pädagogischen Vereines und vorzüglich den Volksschulen gewidmet.
Reicher ist die periodische Literatur der Slovenen.