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Tischdecken und Möbelstoffen, wie auch den schweren
Seidenstoffen und Gold- und Silberbrocaten in aller
ihrer schillernden Pracht. Ihre Teppiche zeigen selbst
den nunmehr veralteten Blumennaturalismus noch in
einer Weise, wie auf der Ausstellung wenigstens kein
anderer Staat mehr. Dagegen finden sich unter den vorhandenen
modernen Seiden- und Goldbrocatstoffen solche
(A. und W. Sapoinikoff in Petersburg und Moskau),
die zum Theil sehr schön in einer Farbe, zum Theil
aber auch in Zeichnung und Colorit gänzlich roh und
ordinär sind; mitten unter ihnen findet sich eine Anzahl
Seidenstoffe schwerster Art von grosser, ja auffallender
Schönheit und Originalität. DasiVorzüglichste
von ihnen ist ein mattgoldiger Grund mit leichtem Ornament
in Roth und hier und da mit Thierbildern
ebenfalls in Roth und Blau contourirt, in beiden, Ornament
und Thieren, sehr streng stilisirt und daher
vielleicht »Caviar für’s Volk«, aber von so schöner
Harmonie und so reizendem Effecte, dass dieser Stoff
unter dem Vorzüglichsten, was die textile Kunst auf
der Ausstellung bietet, mit in erster Linie steht.
Der Archäologe findet bald heraus, woher die
Originalität dieser Seidengewebe stammt. In ihren stilisirten
Thierfiguren von Pfauen, Greifen, Löwen u. s. w.
und in dem verschlungenen Ornamente liegen nicht sowohl
eigenthümliche russische und nationale Motive,
als vielmehr allgemein mittelalterliche Vorbilder sarazenischer
oder asiatischer Herkunft, wie wir sie z. B.
noch von den deutschen Kaisergewändern aus der Fabrik
des Hotel Tiraz in Palermo kennen. Sie sind also