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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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rückreicht, auf der Pariser Ausstellung reicher und 
besser vertreten waren, obwohl das Verlangen danach 
nur gewachsen sein kann. Im Uebrigen stehen Tapeten 
wie Möbel auf einem gewöhnlichen Standpunkt. Auch 
die lackirten Sessel und Tische nach chinesischer Art 
sind nur eine unbedeutende Specialität. Uns scheint 
gerade auf diesem Felde der Möbel und häuslichen 
Ausstattung für Schweden sehr viel zu thun, sei es 
auch nur für das eigene Land. 
In ganz Schweden und Norwegen ist auf dem 
Lande noch allerlei Kunstarbeit und insbesondere auch 
Schnitzerei in häuslicher Uebung, es kann also an 
einem gewissen Geschick nicht fehlen; der lange Win 
ter zwingt zu anhaltender häuslicher Beschäftigung, 
die leicht auf gewisse künstlerische Ziele gelenkt wer 
den könnte. Und zu hoch braucht man diese Ziele 
nicht zu stecken: es soll nur das, was eben das Land 
nach seinen Verhältnissen, nach Massgabe seiner Wohl 
habenheit bedarf, wenn auch einfach, doch schön und 
gut gemacht werden, und dazu Hesse sich die häus 
liche Volksarbeit wohl hinlenken und verwerthen. Fine 
wohlorganisirte, kluge, ausgebreitete Thätigkeit könnte 
hier viel Gutes wirken; es müsste freilich verständig, 
mit discreter Hand geschehen, um nicht das Originelle 
und Gute, was die nationale Arbeit Scandinaviens 
noch heute besitzt, durch modernes Bessermachen zu 
zerstören. 
Erwähnen wir noch einiger guten Bucheinbände 
in Leder von J. W. Beck, die auf richtigem Wege sind, 
während die grössere ZahJ der hergebrachten gewöhn-
	        
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