XIII.
Italien.
Italien hat wie eine Grossmacht in der Kunst
industrie ausgestellt, so reich, so bedeutend und so
mannigfach sind seine Leistungen. Leider ist die »In
stallation«, um in der Weltausstellungssprache bureau-
massig zu reden, herzlich schlecht ausgefallen. Gerade
in der Galerie, wo seine schönsten Arbeiten sich be
finden, ist das Arrangement vielleicht das schlimmste
in der ganzen Ausstellung, die Rotupde natürlich aus
genommen. Allerdings kommt die Schuld nicht ganz
auf Rechnung Italiens oder seiner Commission. Der
Raum, der diesem Lande zugewiesen worden, steht in
gar keinem Verhältnis zu der Menge und Vortrefflich
keit der ausgestellten Gegenstände, die sich massenhaft
zusammendrängen. War nicht mehr Raum zu erlangen,
so hätte Italien, um sich seiner Industrie würdig zu
repräsentiren, gleich anderen Ländern einen Annex
bauen müssen, und war das nicht zu erreichen — nun,
so musste mit ordnendem Kunstsinn, der das Gleiche
zusammenstellt und von Fremdartigem sondert, ein
möglichst günstiger Eindruck geschaffen werden. So
wie es ist, mischt sich fast alles bunt durcheinander,