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Full text: Die Kunstindustrie auf der Wiener Weltausstellung 1873

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merhin ein Erfolg, der in gewissen Kreisen als der 
einzige geschätzt wird. Wie sehr aber der Ruf der 
englischen Kunstindustrie, der vor zwanzig Jahren 
ästhetisch gleich Null war, gewachsen ist, das wissen 
alle diejenigen am besten, die den modernen Wand 
lungen auf diesem Gebiete gefolgt sind und von den 
englischen Bestrebungen sich haben zu gleichen Be 
mühungen anregen lassen. 
Sehen wir uns nun die Gegenstände der Ausstel 
lung an, so werden Kenner englischer Zustände bei 
erster Uebersicht bemerken müssen, dass die Ausstel 
lung unvollständig ist, dass manche Zweige oder Rich 
tungen, die für England von grosser Bedeutung sind, 
wie z. B. die mittelalterliche, die sonst auch wohl ge 
sondert in einem »Mittelalterhof» zur Darstellung ge 
langte, so gut wie gar nicht vertreten ist; die Bronzen, 
Messing- und Eisenarbeiten dieser Richtung fehlen ganz, 
ihre Möbel last gänzlich. Andere Zweige, wie die der 
Leinendamaste, der Spitzen und Spitzenvorhänge, sind 
wenigstens ungenügend zur Ausstellung gelangt; in den 
Fliesen fehlen gerade dje schönsten Arbeiten, die von 
Simpson, die nur in dem eisernen Haus des englischen 
Commissariats an einem kleinen Camine sozusagen un 
sichtbar zu sehen sind. 
Nichtsdestoweniger drängt sich uns sofort eine 
Wahrnehmung auf. Wenn wir die englische Ausstel 
lung mit der benachbarten französischen vergleichen, 
so zeigt sich die englische von der französischen grund 
verschieden, und das selbst dort, wo wir wissen oder 
vermuthen, dass französische Künstler, wie sie zahl-
	        
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