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merhin ein Erfolg, der in gewissen Kreisen als der
einzige geschätzt wird. Wie sehr aber der Ruf der
englischen Kunstindustrie, der vor zwanzig Jahren
ästhetisch gleich Null war, gewachsen ist, das wissen
alle diejenigen am besten, die den modernen Wand
lungen auf diesem Gebiete gefolgt sind und von den
englischen Bestrebungen sich haben zu gleichen Be
mühungen anregen lassen.
Sehen wir uns nun die Gegenstände der Ausstel
lung an, so werden Kenner englischer Zustände bei
erster Uebersicht bemerken müssen, dass die Ausstel
lung unvollständig ist, dass manche Zweige oder Rich
tungen, die für England von grosser Bedeutung sind,
wie z. B. die mittelalterliche, die sonst auch wohl ge
sondert in einem »Mittelalterhof» zur Darstellung ge
langte, so gut wie gar nicht vertreten ist; die Bronzen,
Messing- und Eisenarbeiten dieser Richtung fehlen ganz,
ihre Möbel last gänzlich. Andere Zweige, wie die der
Leinendamaste, der Spitzen und Spitzenvorhänge, sind
wenigstens ungenügend zur Ausstellung gelangt; in den
Fliesen fehlen gerade dje schönsten Arbeiten, die von
Simpson, die nur in dem eisernen Haus des englischen
Commissariats an einem kleinen Camine sozusagen un
sichtbar zu sehen sind.
Nichtsdestoweniger drängt sich uns sofort eine
Wahrnehmung auf. Wenn wir die englische Ausstel
lung mit der benachbarten französischen vergleichen,
so zeigt sich die englische von der französischen grund
verschieden, und das selbst dort, wo wir wissen oder
vermuthen, dass französische Künstler, wie sie zahl-