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fernt und französisirt hatten, dass man ihren Uispiung
vergass. Heute, da der Orient eine grössere Rolle in
der französischen Kunstindustrie zu spielen beginnt, ha
ben sich dieseArbeiten auffallender Weise, wie wir später
noch genauer sehen werden, ihren Mustern wieder ge
nähert, statt dass man hätte erwarten sollen, sie würden
sich von Jahr zu Jahr selbstständiger machen.
Auch sonst bricht unter den Bronze- und Silber
arbeiten, die im Uebrigen vielleicht am meisten den
hergebrachten Charakter bewahrt haben, der Orien
talismus noch verschiedentlich durch. So sind zur Oi-
namentation der Gefässe, namentlich in Silber aul
schwarzem oder roth oxydirtero Grund eine Menge
chinesischer Zeichnungen von Ornamenten, Landschal
ten und Figuren benützt und die schwarzen, silber
beschlagenen indischen Gefässe von Bedree sind viel
fach upd reizend imitirt. Auch in den Faiencen hat
sich der Orientalismus ausgedehnt, insbesondere abei
eine neue Stätte in den Gewerben gewonnen. Und
merkwürdiger Weise, während es anderswo die 1 ep-
piche sind, welche sich nach Smyrnaer, persischei odei
indischer Art orientalisirt haben, sind es bei den Fran
zosen vielmehr die Seidenstoffe, welche in diesei Rich
tung Neuerungen zeigen. Im Seidenhole von Lyon
sieht man mannigfach indische, chinesische und japa
nische Motive und Zeichnungen, aber auffallender
Weise nicht die wahrhaft feinen und schönen auser
wählt, sondern diejenigen, welche am baiocksten sind
und sich mit den bizarrsten Figuren schmücken
gewiss ein Zeichen, dass es sich hier nicht um das