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Schöne, sondern um das Neue und Auffallende handelt.
Uebrigens ist dabei auch mancherlei indische oder chinesische
Technik, namentlich in der Anwendung glänzenden
Goldes, wie man bei den Franzosen nicht anders
erwartet, in gelungener Weise nachgeahmt.
Die zweite Richtung, in welcher der französische
Geschmack formelle Wandlungen erlitten hat, trifft zusammen
mit den reformatorischen Bestrebungen in den
übrigen Ländern. Es liegt das mit in dem Wesen der
französischen Kunstindustrie, dass sie die neuen, anderswo
auftauchenden Richtungen in ihrer Bedeutung
schnell erkennt und sich zu eigen macht, ja es ist das
der Hauptcharakterzug der französischen Mode überhaupt,
die in Wirklichkeit sehr wenig erfindet, aber
sehr Vieles sich aneignet und als ihr Eigenes wieder
ausgibt.
In diesem Falle sieht sie auch in der Reform
nicht das absolute Ziel, nicht die radicale Umänderung,
die von derselben angestrebt wird, sondern sie betrachtet
ihre neuen Formen nur als ein Mittel wie ein anderes,
den Umfang und den Reichthum ihrer ornamentalen
Motive zu vermehren. Sie will eben zeigen,
dass sie es auch kann, dass sie auch hier die Concurrenz
hält, und in der That, sie macht ihre Sache gut,
zuweilen sehr gut, nur dass man wohl den Mangel an
Ernst durchfühlt.
Noch im Jahre 1867 betrachteten die französischen
Industriellen die überall in der Seidenfabrication,
insbesondere in der kirchlichen, auftauchenden mittelalterlichen
oder die in derselben Art streng stilisirten