lieh gelitten hat. Wir sagen, es beherrscht den Ein
druck, wie ein höherer Geist die Menge, denn die
Masse, obwohl vielfach schon vom Verkehrten gereinigt,
ist verhältnissmässig wenig von der neuen Richtung er
griffen. Wie das wohl natürlich ist, der Stein, der den
Anstoss gegeben, ist in der Hauptstadt in das Wasser
gefallen und nach den Provinzen zu schlagen die Ring
wellen schwächer und schwächer. Aber daran wird auch
bereits vielfach gedacht, kleinere Kreise und Mittel
punkte der Bewegung in den abgelegeneren Bezirken
der Industrie zu schaffen und so auch diese an der Re
form Theil nehmen zu lassen.
Dieser Unterschied zwischen Provinz und Haupt
stadt, der allerdings — dahin geht die Tendenz
mehr und mehr verwischt werden soll, gibt sich in
höchst auffallender Weise in der Ausstellung unserer
Glasindustrie zu erkennen, die in ihrer Gesammtheit
einen imponirenden Eindruck macht. Was unter dem
Einfluss der Bewegungen und Ideen in der Hauptstadt
steht, das beginnt mit dem grossen Transept und fernab
in die Galerie ziehen sich die entlegeneren Fabriken
oder diejenigen, die keine unmittelbare Berührung mit
der Hauptstadt haben. Hier im Transept und in der
Nähe desselben überwiegt weitaus das Vortreffliche, ja
wir sehen Leistungen, vor denen wir bewundernd still
stehen. Weiter und weiter aber erscheint das Gute
vereinzelt, die veraltete böhmische Art, die bunten
Gläser, die Porzellan-Imitationen drängen sich breiter
vor und geschmacklose Seltsamkeiten, wie z. B. antike